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Umsatzstärkste Industriewirtschaftszweige in Thüringen
im 1. Vierteljahr 2001

Die Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten1) der 22 Wirtschaftszweige Thüringens meldeten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im 1: Vierteljahr 2001 mit 9552 Millionen DM deutliche Umsatzsteigerungen zum Vergleichszeitraum 2000 (+ 10,5 Prozent).

Die höchsten Umsätze erzielten die Wirtschaftszweige
Ernährungsgewerbe (1191 Millionen DM),
Fahrzeugbau (1073 Millionen DM),
Herstellung von Metallerzeugnissen (762 Millionen DM),
Maschinenbau (759 Millionen DM),
Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -verteilung usw. (746 Millionen DM),
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (662 Millionen DM),
Medizin-, Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik, Optik (537 Millionen DM),
Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden (503 Millionen DM) und
Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik 360 Millionen DM).

Damit erzielten diese Industriezweige fast die Hälfte des Gesamtumsatzes.

Die Wirtschaftszweige Recycling (8908 Tausend DM, Anteil am Gesamtumsatz: 0,1 Prozent),
Bekleidungsgewerbe (8402 Tausend DM, 0,1 Prozent) und
Sonstiger Fahrzeugbau (26898 Tausend DM, 0,3 Prozent) wiesen die geringsten Umsätze auf.

Der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt (Exportquote) betrug 24,4 Prozent im 1. Vierteljahr 2001 und stieg gegenüber den ersten drei Monaten 2000 um 2,4 Prozentpunkte.

Die Wirtschaftszweige mit der höchsten Exportquote waren:
Fahrzeugbau (45,9 Prozent),
Chemische Industrie (43,3 Prozent),
Medizin-, Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik, Optik (41,6 Prozent),
Metallerzeugung und -bearbeitung (31,9 Prozent),
Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik (31,2 Prozent),
Maschinenbau (28,7 Prozent),
Textilgewerbe (26,1 Prozent) und
Holzgewerbe (25,6 Prozent).

Geringe Exportquoten wurden in den Betrieben der Wirtschaftszweige
Bekleidungsgewerbe (4,2 Prozent),
Recycling (4,2 Prozent) und
Ernährungsgewerbe (6,9 Prozent) festgestellt.

Im Monatsdurchschnitt der ersten drei Monate waren in den Thüringer Industriebetrieben 135414 Personen beschäftigt. Das waren 5,8 Prozent mehr Arbeitsplätze als im 1. Vierteljahr 2001.
Folgende Wirtschaftszweige wiesen eine hohe Beschäftigtenzahl im Monatsdurchschnitt aus:
Herstellung von Metallerzeugnissen (16083 Personen),
Ernährungsgewerbe (15566 Personen),
Maschinenbau (14715 Personen),
Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden (10773 Personen),
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (10879 Personen),
Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -verteilung usw. (10129 Personen) und
Fahrzeugbau (9506 Personen).

In den Wirtschaftszweigen Recycling (232 Personen) und Bekleidungsgewerbe (334 Personen) waren vergleichsweise wenig Personen beschäftigt.

Die Produktivität (berechnet als Umsatz je Beschäftigten) erreichte im 1. Vierteljahr 2001 eine Höhe von 70540 DM und stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent.
Die höchste Produktivität wies der Wirtschaftszweig Fahrzeugbau (112827 DM) auf.

Es folgten die Industriezweige
Papiergewerbe (90485 DM),
Metallerzeugung und -bearbeitung (76899 DM),
Ernährungsgewerbe (76541 DM),
Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik (75629 DM),
Chemische Industrie (74291 DM) und
Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -verteilung usw. (73660 DM).

Deutlich unter dem Landesdurchschnitt lagen
das Bekleidungsgewerbe (25181 DM),
Recycling (38341 DM) und
das Textilgewerbe (41889 DM).

1) Zur Entlastung kleinerer Betriebe werden monatlich nur die Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten der Industrie (Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe) befragt.

Rainer Beichler |

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