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Verpackungsabfälle in Thüringen in 2007 leicht gestiegen

Im Jahr 2007 wurden bei privaten Haushalten in Thüringen nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik 172,8 Tausend Tonnen gebrauchte Verpackungen eingesammelt. Damit liegt die im Durchschnitt je Einwohner erfasste Menge von 75,5 Kilogramm über dem Bundesdurchschnitt (73,8 Kilogramm je Einwohner). Die Restmüllmenge in der normalen thüringer Hausmülltonne wurde hierdurch deutlich entlastet. Neben den 75,5 Kilogramm je Einwohner getrennt eingesammelten Stoffen wie Papier, Plastik, Glas oder Metall fielen 2007 je Einwohner in Thüringen 157,6 Kilogramm Hausmüll *) an, 14,8 Kilogramm pro Einwohner weniger als 2006. Pro Woche entspricht das 3,0 Kilogramm Hausmüll und 1,5 Kilogramm Wertstoffe je Einwohner.
Den größten Anteil am Verpackungsmüll der privaten Haushalte hatte die so genannte Leichtstoff-Fraktion, unter anderem aus dem ‚Gelben System‘ mit 72,3 Tausend Tonnen (2006 waren es 72,7 Tausend Tonnen). Auf Glas entfielen 59,7 Tausend Tonnen, von denen bereits 55,9 Tausend Tonnen farblich getrennt in Grün-, Braun- und Weißglas waren. Damit brachte jeder Einwohner Thüringens im Durchschnitt 26,1 Kilogramm Glas (0,4 Kilogramm mehr als im Vorjahr) zum Wertstoffcontainer.

Der Anteil der Verpackungen aus Papier, Pappe und Kartonagen betrug rund 36,3 Tausend Tonnen. Das entsprach einer durchschnittlichen Menge von 15,9 Kilogramm je Einwohner; der Anteil der zurückgenommenen Pflichtpfand-Verpackungen betrug 5,6 Tausend Tonnen (2,4 Kilogramm je Einwohner).

Zusätzlich wurden 79,4 Tausend Tonnen Verpackungsmüll (Transport- und Umverpackungen) im gewerblichen Bereich eingesammelt. Der überwiegende Teil dieser Verpackungen bestand zu 83,3 Prozent (66,1 Tausend Tonnen) aus Papier, Pappe und Karton.

Der größte Teil aller getrennt eingesammelten Verpackungen (75,4 Prozent) ging zunächst an Sortieranlagen, um für eine weitere Verwertung aufbereitet zu werden, der Rest wurde direkt an den Altstoffhandel oder an Verwerterbetriebe abgegeben.

*) einschließlich hausmüllähnliche Gewerbeabfälle

Rainer Beichler | | Quelle:

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