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Vom Panzerschießplatz zum UNESCO-Weltnaturerbe BUND Thüringen gratuliert Nationalpark Hainich zu 20jährigem Jubiläum

Der BUND Thüringen gratuliert dem Nationalpark Hainich zum 20 jährigen Jubiläum. Als erster Buchenwald-Nationalpark in Deutschland wurde mit der Errichtung des Schutzgebietes Naturschutzgeschichte geschrieben. Mit der Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbe übernimmt der Nationalpark Hainich international Verantwortung für den Schutz der einzigartigen Rotbuchenwälder.

„Der Nationalpark Hainich hat eine steile Karriere durchlaufen vom ehemaligen Panzerschießplatz zum UNESCO-Weltnaturerbe“, sagte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Der BUND Thüringen hatte lange für die Ausweisung des Nationalparks gekämpft. Seine Entwicklung bis heute ist eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes.“

Als größte zusammenhängende, nutzungsfreie Laubwaldfläche Deutschlands bilde der Nationalpark Hainich eine Schatzkammer für die heimische Artenvielfalt. Er biete Zuflucht für eine Vielzahl echter Urwaldarten angefangen von der Wildkatze, die hier einen deutschlandweiten Verbreitungsschwerpunkt habe, über verschiedene Vogel- und Fledermausarten bis zu den Urwaldspezialisten unter den Insekten.

Nach Angaben von Vogel gehören die urwaldartigen Rotbuchenwälder im Nationalpark Hainich zu den letzten Relikten eines ursprünglich in ganz Deutschland verbreiteten Ökosystems. Das Verbreitungsgebiet der Rotbuche sei ausschließlich auf Europa begrenzt. Deutschland liege im Zentrum des Verbreitungsgebietes und trage daher für den Schutz der Rotbuchenwälder eine besondere Verantwortung. Allerdings betrage der Anteil urwaldähnlicher Buchenbestände wie sie noch im Nationalpark Hainich zu finden seien, heute weniger als 0,01% der Landesfläche.

„Wir sind stolz darauf, dass es gelungen ist, mit der Errichtung des Nationalparks mitten in Deutschland Wildnis auf großer Fläche zu schützen für Mensch und Natur“, sagte Vogel rückblickend. „Mit touristischen Leuchttürmen wie dem Baumkronenpfad und dem Wildkatzendorf Hütscheroda wird diese Wildnis für Besucher erlebbar. Dabei zahlt sich die Unterstützung des Nationalparks und der Region durch die Landesregierung aus. In Zukunft kommt es darauf an, dass Artengruppen wie Vögel und Insekten auch außerhalb des Waldes in der offenen Agrarlandschaft Überlebensperspektiven haben. Der Weg dorthin kann nur über die Extensivierung der Landwirtschaft im Umfeld des Nationalpark führen.“

Steffen E. | | Quelle:

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