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Wanderwege sind auch Wirtschaftswege

Der Deutsche Wandertag in Eisenach war ein voller Erfolg. Auch die Arbeit des Forstamtes hatte sich seit zwei Jahren auf dieses Ereignis konzentriert. Unzählige Wege wurden gebaut und repariert, Sitzbänke und Erholungseinrichtungen neu errichtet. Zur Vorbereitung gehörte aber auch, geplante Holzerntemaßnahmen räumlich und zeitlich so zu steuern, dass Wanderrouten und Wanderer wenig betroffen waren. Da der Wald in Thüringen nicht nur der Erholung und dem Naturschutz dient, sondern auch den nachwachsenden Rohstoff Holz produziert, werden in Kürze einige Waldbereiche im Forstamt Schwerpunkt für die Holzernte sein.

Ich betrachte den Revierförster als Moderator auf der Fläche, der es schafft, die vielfältigsten Ansprüche an den Wald durch seine Arbeit zu erfüllen, so Forstamtsleiter Ansgar Pape.

Wenn alle Besucher ein wenig Verständnis für den jeweils anderen aufbringen, können Konflikte minimiert werden. In den nächsten Wochen werden am Rennsteig in der Nähe von Wolfsburg-Unkeroda, beim Campingplatz Altenberger See oder auch am Breitengescheid bei Eisenach größere Waldkomplexe durchforstet. Dabei wählt man größere Arbeitsbereiche, um den Einsatz von Waldarbeitern und Maschinen zu konzentrieren. Die Arbeiten werden sowohl von eigenen Arbeitskräften als auch durch Lohnunternehmer durchgeführt, in der Regel Familienbetriebe aus der Region.

Was viele Waldbesucher nicht wissen: auch die Bäume haben eine „Postanschrift“! Jeder Waldbestand hat eine  Adresse, für den ein eigenes Datenblatt existiert. Jeder Förster weiß also, wieviel Holz in seinem Waldsteht, was jährlich zuwächst und was er in 10 Jahren nutzen darf. Alle geernteten Holzmengen werden im EDV-System gebucht, um so zu gewährleisten, dass nicht mehr Holz genutzt wird als zuwächst – das klassische Prinzip der Nachhaltigkeit!