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Weniger Suizide im Jahr 2007

In Thüringen nahmen sich im vergangenen Jahr 303 Menschen selbst das Leben. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren das 33 Menschen bzw. 9,8 Prozent weniger als im Jahr 2006. Weniger Suizide gab es seit 1980 nur im Jahr 2005 (298).
Der Anteil gemessen an allen Todesfällen lag mit 1,2 Prozent gleichauf mit dem Jahr 2005.
Mit 13,2 Suiziden je 100000 Einwohner ist es auch die zweitniedrigste Sterbeziffer seit 1980. Sie lag im Jahr 2007 dennoch um 1,8 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Knapp 80 Prozent aller Suizide (242) wurden von Männern verübt.

Das durchschnittliche Sterbealter lag im Jahr 2007 bei 56,8 Jahren. Das waren 0,8 Jahre mehr als im Jahr zuvor. Frauen nahmen sich im Durchschnitt mit 59,5 Jahren das Leben, Männer mit 56,1 Jahren.
Mehr als die Hälfte (156 Personen bzw. 51,5 Prozent) waren im Alter zwischen 40 und 70 Jahren.
8 Menschen setzten im Alter von 10 bis unter 20 Jahren ihrem Leben ein Ende. Besonders hoch war auch der Anteil in der Altersgruppe der 70 bis unter 80-Jährigen (63 Menschen).

Häufigste gewählte Todesart war ‚Erhängen, Strangulieren oder Ersticken‘ (66,3 Prozent), vor ‚Selbstvergiftung‘ (7,6 Prozent), ‚Schusswaffe‘ (6,9 Prozent) und ‚Sturz in die Tiefe‘ (4,3 Prozent).

Die meisten Suizide wurden im Jahr 2007 im Januar begangen. Das ist neu, denn in den letzten Jahren waren es meistens die Frühlings- und Sommermonate von Mai bis August.

Die meisten Menschen nahmen sich im Jahr 2007 an einem Montag das Leben (59), gefolgt vom Dienstag (56) und Mittwoch (43). Schlusslicht war der Samstag (33).

Die höchste Suizid-Sterbeziffer wurde für den Landkreis Nordhausen ermittelt (21,7 Verstorbene je 100000 Einwohner), die niedrigste für den Landkreis Altenburger Land (4,8 Verstorbene je 100000 Einwohner). Für den Landkreis Sömmerda wurde genau die Sterbeziffer des Landes (13,2 Suizide je 100000 Einwohner) errechnet.

Rainer Beichler | | Quelle:

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