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400 Meter vor der Wartburg

«Alle fanden wieder ihre angestammten Plätze», freute sich Eseltreiber Michael Hölzer. Und so ging es kurz nach zehn Uhr auf die erste Tour. Zehn Esel nahmen den knapp 400 Meter langen Weg bergauf in Angriff, besonders zur Freude der Kinder. Und mit dem heutigen Tag begann auch für die Wartburgesel das Euro-Zeitalter. Ein Ritt kostet jetzt 3 Euro und zurück 1 Euro.
Maritta, Susi, Felix, Lotte, Julius, Peter, Lore, Bärbel, Sonja und Ali haben in dieser Saison Dienst. Rosi ist mit Tochter Anja noch im Mutterschaftsurlaub. Moni, Moritz und Liesel sind im Eselkindergarten zu finden, da sie nicht das nötige Alter haben, um Lasten tragen zu dürfen. Felix ist mit 20 Jahren das älteste Tier, gefolgt von Susi mit 18 und Lotte mit 16 Jahren.
Seit 1900 ist die Eselstation nun schon in Betrieb. Immer im Besitz der Familie Hölzer. In einigen Jahren will sich Jürgen Hölzer zur Ruhe setzten und weiß, dass Sohn Michael das weltbekannte Unternehmen fortführen wird.
Seniorchef Hölzer war heute besonders aufgeregt, er ist für dem Imbisswagen zuständig. Sind die Müllsäcke da, die Brötchen aufgeschnitten, stehen Senf und Ketschup bereit, wo sind die Haken für die Handtücher – nach der Winterpause gibt es an der Eselstation zur Stärkung wieder die original Thüringer Bratwurst. 9.15 Uhr hat er mit dem Aufbau begonnen. «Am ersten Tag kann immer noch was schief gehen», so Jürgen Hölzer.
Doch es lief alles planmäßig, die Esel fanden gleich ihren Weg zur Burg, die Leute kamen und waren geduldig, die Bratwurst schmeckte und das Wetter war bestens.
Und wie in den Jahren zuvor ist die Eselstation eine Touristenattraktion und von der Wartburg nicht mehr wegzudenken.

Die Postkartensammlung
Michael Hölzer

Rainer Beichler |

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