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 | Bildquelle: © Friederike Heller / Verein Städtetourismus in Thüringen e.V.

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Bildquelle: © Friederike Heller / Verein Städtetourismus in Thüringen e.V.

Angespannte Situation im Tourismusbereich

19 Thüringer Städte trafen sich zur Frühjahrsversammlung in Weimar

Die 19 Mitgliedsstädte des Vereins „Städtetourismus in Thüringen“ e.V. trafen sich zur ihrer halbjährigen Mitgliedsversammlung diesmal in Weimar. Die finanziell angespannte Situation in zahlreichen Tourist-Informationen und Tourismusbetrieben war ein zentrales Thema der Sitzung. Für Bad Langensalza war es die erste Mitgliederversammlung. Die Stadt hatte sich Mitte des letzten Jahres beworben und ist seit Januar 2016 Mitglied im Verein.

Die Auswertung der Saison 2015 zeigt für die Thüringer Städte insgesamt ein positives Ergebnis. So konnte ein Plus von 3,7 Prozent bei den Ankünften und 2 Prozent bei den Übernachtungen verzeichnet werden. Diese positiven Zahlen resultieren stark aus dem touristischen Aufkommen in den großen Städten Erfurt, Jena und Weimar. Viele der kleineren Städte mussten Rückgänge verbuchen. Diese sind teilweise auf Schließungen von Hotels in der Region zurück zu führen. Für den Thüringen-Tourismus insgesamt verlief das Jahr 2015 mit einer Steigerungsrate von lediglich 0,7% ohne Camping nicht zufriedenstellend. Damit landet Thüringen im Bundesvergleich auf dem vorletzten Platz.

Nach wie vor ist der Städte- und Kulturtourismus der Motor im gesamten Thüringen-Tourismus. Fast 53 Prozent der Ankünfte und sogar 72 Prozent der internationalen Ankünfte in Thüringen gehen ausschließlich auf das Konto der Mitgliedsstädte des Vereins. Dennoch hält die Landesregierung und das Landesmarketing an einer übermäßigen Förderung des (Winter-)Tourismus im Thüringer Wald fest, während in den Städten, in denen sich die Thüringer Gäste tatsächlich aufhalten, die klamme Finanzsituation zu weniger Gästeservice und weniger Investitionen in die touristische Infrastruktur führt.

Ein wichtiges Thema in allen Sitzungen des Vereins ist daher immer die aktuelle touristische Situation in den Thüringer Städten und die Situation in den Tourist-Informationen. Viele der Mitglieder klagen über schwierige Zustände. Die finanzielle Situation in den Kommunen ist angespannt und der Tourismus als freiwillige Leistung oft von Kürzung betroffen. Dies schlägt sich immer stärker in der Anzahl der Mitarbeiter nieder und damit auch auf die Qualität und die Öffnungszeiten der städtischen Tourist-Informationen.

Die einzigartige Kulturlandschaft ist das große Plus der Thüringer Städte, darüber sind sich die Mitglieder einig. Anschaulich verdeutlicht das auch die aktuelle Landesausstellung „Die Ernestiner – eine Dynastie prägt Europa“, welche sich die Mitglieder im Neuen Museum in Weimar angeschaut haben. Es ist Tradition, dass sich die Vertreter der Städte am jeweiligen Ort des Treffens über touristische Angebote und Neuerungen informieren. Ziel dieser Präsentationen ist es, alle Mitgliedsstädte als Multiplikatoren zu nutzen. Der Grundsatz der gegenseitigen Vermarktung macht die Stärke des Städteverbundes aus.

Andrea T. | | Quelle:

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