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Abstand wahren und Rückzugsräume erhalten

In diesen Wochen bringen die Wildkatzen in Thüringens Wäldern ihre Jungen zur Welt. Auch wenn sie allein und scheinbar mutterlos gefunden werden, empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dringend, die Tiere nicht anzufassen oder gar mitzunehmen.

Immer wieder erleben wir, dass besorgte Wanderer die jungen Kätzchen auflesen und zu Tierärzten oder Schutzstationen bringen, erläutert Thomas Mölich, Wildkatzenexperte des BUND. Dabei ist die Mutter in der Regel gerade auf der Jagd oder versteckt sich in unmittelbarer Nähe. Deshalb raten wir unbedingt dazu, die Tiere nur kurz aus größerer Entfernung zu beobachten und in Ruhe zu lassen.

Oftmals werden die grau getigerten Wildkätzchen für Nachwuchs entlaufener Hauskatzen gehalten.

Bei den jungen Wildkatzen fällt die Unterscheidung zu Hauskatzen besonders schwer, erklärt Thomas Mölich. Wenn sie älter werden, verblasst die Fellzeichnung und sie sind durch ihren kräftigen Körperbau und den buschigen Schwanz mit stumpfer, schwarzer Schwanzspitze als Wildkatze besser erkennbar.

In naturnahen Wäldern und an Waldrändern bringen die Wildkatzen im zeitigen Frühjahr ihre Jungen zur Welt. Nach kurzer Zeit aber erkunden sie bereits spielerisch in immer weiteren Kreisen die Umgebung. Verborgen in Baumhöhlen oder im dichten Gebüsch verbringen die Kätzchen ihre ersten Lebenstage.

Wer mehr über Wildkatzen erfahren möchte und lebende Tiere beobachten will, dem sei das Wildkatzendorf Hütscheroda am Nationalpark Hainich bei Eisenach empfohlen. (www.wildkatzendorf.de, info@wildkatzendorf.de ).

Andrea T. | | Quelle:

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