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 | Bildquelle: TV WER/Livia Schilling

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Bildquelle: TV WER/Livia Schilling

Frühling im Hainich lockt Touristen in die Welterberegion

Deutlich früher als gewöhnlich verwandelt sich der Nationalpark Hainich dieses Jahr in einen duftenden Blütenteppich. Nach den Märzenbechern sind auch Leberblümchen, Schlüsselblumen und Anemonen schon in voller Blüte. Nun dauert es nicht mehr lange bis zur berühmten Bärlauchblüte.

Weberstedt (16.4.2014). Der milde Winter, das außergewöhnlich warme Frühjahr – für die Natur im Nationalpark Hainich war die Pause kurz in diesem Jahr. Schon seit Ende Februar stoßen die ersten Frühblüher durch die Erde. Inzwischen überziehen Schlüsselblumen und Anemomen den Boden. Letztere kennen viele Besucher noch als Buschwindröschen. Auf den besonderen Höhepunkt im Hainich-Frühling müssen Gäste und Bewohner der Welterberegion Wartburg Hainich noch ein paar Tage warten. „Wenn das Wetter jetzt nicht längere Zeit kühl und regnerisch bleibt, wird aber auch der Bärlauch früher blühen als sonst“, versichert Rüdiger Biehl, stellvertretender Nationalparkchef.

Normalerweise blüht der Bärlauch erst im Mai und überzieht den Hainich dann mit seinem intensiven Geruch. Dieses Jahr rechnen die Experten schon im April mit der Blüte. Das wird auch andernorts der Fall sein, doch nur im Hainich können Besucher die Frühblüher wie einen weiten, dichten Teppich erleben. “ Weil wir so große zusammenhängende Laubwaldflächen haben und die Standortbedingungen optimal sind können unsere Gäste große, zusammenhängende Flächen bunter Frühblüher genießen“, betont Biehl.

In der Welterberegion Wartburg Hainich läuten die Frühblüher traditionell die Saison ein. Die Gastgeber haben Rundum-Wohlfühl-Pakete für die ersten Gäste geschnürt und die Experten des Nationalparks locken mit Wandertipps. Besonders üppig erleben Sie die Frühblüher, wenn Sie an den Wanderparkplätzen Craulaer Kreuz bei Craula oder Zollgarten bei Kammerforst oder der Jugendherberge Harsberg starten. Dort beginnt der Bummelkuppenweg, der dicht an besonders großen Bärlauchfelder vorbei führt. Gleiches gilt für den Brunstalweg, der am Wanderparkplatz Fuchsfarm bei Weberstedt beginnt. Dieser Weg ist zudem barrierefrei und auch für geh- und sehbehinderte Gäste geeignet. „Besonders schön lässt sich das Erwachen der Natur aber natürlich auch auf dem Baumkronenpfad erleben“, empfiehlt Rüdiger Biehl außerdem. Nach einem Spaziergang durch die Baumwipfel führen auch vom Fuße des Baumkronenpfades schöne Wanderwege vorbei an seltenen Feldern voller Hohem Lärchensporn mit seinen violetten und weißen Dolden, an zarten Anemonen und den kräftigen Blättern des Bärlauchs.

Allerdings: Ansehen ist erlaubt, anfassen nicht. Im Nationalpark ist das Pflücken und vor allem das Ausgraben von Pflanzen streng verboten. „Das ist nicht nur unfair anderen Gästen gegenüber, die die Pflanzen dann nicht mehr genießen können, es widerspricht auch der Nationalparkidee, wonach wir einen Urwald entstehen lassen wollen, in den der Mensch nicht eingreift“, sagt Biehl.

Karl-Heinz Brack | | Quelle:

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