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Thüringen lockt Touristen mit Nostalgiefahrten

Mit Schienentouristik und historischem Eisenbahnverkehr will Thüringen künftig weitere Touristen ins Land locken. Ein entsprechendes Konzept wurde auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Thüringer Wirtschaftsministerium, DB Regio AG und der Nahverkehrsgesellschaft Thüringen (NVS) vorgestellt.
Dabei werde es einerseits darum gehen, die vorhandenen attraktiven Angebote in diesem Bereich zu bündeln und in die bestehenden touristischen Programme und Initiativen des Freistaats zu integrieren, erläuterte Werner Bartels, Abteilungsleiter Tourismus im Wirtschaftsministerium. Andererseits solle ein neues Angebotssegment „Thüringen-Reisen mit historischen Eisenbahnen“ entwickelt werden, mit dem man vor allem Liebhaber von Nostalgiebahnen und Kultur- und Städtetouristen anzusprechen hoffe.

Thüringen verfügt neben Sachsen und Sachsen-Anhalt deutschlandweit über die höchste Zahl an Zugbewegungen mit Nostalgiebahnen. Auf insgesamt 300 km sind thüringenweit erschlossen:

► die Strecke Eisenach – Oberhof mit dem «Rodelblitz» (Januar bis März);
► die Strecke Gera – Greiz – Plauen – Eger mit dem «Elstertalexpress» (August, September);
► die Strecke Erfurt – Katzhütte mit dem «Olitäten-Express» (Juni);
► die Strecke Erfurt – Oberhof mit dem «Schneekopf-Express»;
► das Netz der Oberweißbacher Bergbahn;
► die Strecke Weimar – Eisenach mit dem «Maria-Pawlowna-Express» (zu ausgewählten Terminen);
► die sog. «Seilstrecke» zwischen Ilmenau und Bahnhof Rennsteig im Thüringer Wald;
► das Netz der Harzer Schmalspurbahn;
► die Strecke Regis – Breitingen mit den Kohlebahnen (an Sonn- und Feiertagen ab März, im August «Westerntage auf der Kohlebahn»).

Hinzu kommen Sonderfahrten zu ausgewählten Terminen verschiedener Eisenbahn-Vereine, z.B. des Dampflok-Vereins Meiningen oder des historischen Bahnbetriebswerks Arnstadt, oder anlässlich bestimmter Ereignisse – etwa zu den Weihnachtsmärkten in Lauscha und Neuhaus a.R., zum Sommergewinn in Eisenach, zum Rosenfest in Dornburg oder zur Walpurgisnacht und zum Steinschleuderschießen auf der Runneburg.

Desweiteren bietet die NVS „Bahnwandertage“ an. In Heiligenstadt, Arnstadt, Weimar und im DB-Dampflokwerk Meiningen können außerdem Ausstellungen mit historischen Eisenbahnfahrzeugen besucht werden.

Alle diese Angebote sind zusammengefasst in der Broschüre „Vom Glanz vergangener Tage – Eisenbahn-Nostalgie in Thüringen“, die über die NVS bezogen werden kann (Tel. 0361/34981-0). Für alle sonstigen touristisch interessanten Eisenbahnstrecken sollen zudem besondere Faltblätter entwickelt werden, die die Sehenswürdigkeiten und die wichtigsten Ausflugsziele enthalten. Für die Strecken Weimar – Kranichfeld, Wernshausen – Schmalkalden – Zella-Mehlis und Straußfurt – Großheringen liegen solche Faltblätter bereits vor, zum Thüringentag 2002 wird ein Flyer für die „Werrabahn“ Eisenach – Sonneberg aufgelegt.

Der Kern des neuen touristischen Produkts „Thüringen-Reisen mit historischen Eisenbahnen“ soll im Angebot einer mehrtägigen Bahnreise bestehen, die neben der eigentlichen Zugfahrt die Übernachtungen (mit Frühstück), Transferleistungen und touristische Tagesangebote (z.B. Stadt- und Museumsführungen) umfasst. Weitere touristische Angebote sollen als individuell buchbare Bausteine hinzukommen.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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