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Wartburg, Weimar, Hainich –
Thüringen wirbt mit Welterbe im UNESCO-Jahr

Eine Bilanz zum Tourismusjahr 2013 und den Ausblick für das neue Jahr stellten Thüringens Wirtschaftsminister Uwe Höhn und die Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH (TTG), Bärbel Grönegres, in Erfurt vor. Demnach kamen im vergangenen Jahr im Zeitraum von Januar bis November rund 3,4 Millionen Besucher nach Thüringen. Das waren 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aufenthaltsdauer lag wie in den vergangenen Jahren bei durchschnittlich 2,7 Tagen. Rund 8,9 Millionen Übernachtungen wurden verzeichnet. Das Tourismusjahr 2013 wird mit rund 3,5 Millionen Ankünften und fast 9,5 Millionen gewerblichen Übernachtungen abschließen, prognostizieren Höhn und Grönegres.

Ein Qualitätssprung sowie das UNESCO-Themenjahr sollen dem Thüringer Tourismus in 2014 neuen Schwung geben. «Wir brauchen einen Qualitäts- und Servicesprung bei den Angeboten, um für unsere Gäste attraktiver zu werden», sagte Uwe Höhn.

«Der Thüringer Tourismus bewegte sich im vergangenen Jahr auf einem soliden Niveau», so der Minister. «Die Thüringer Städtekette mit Weimar, Jena, Eisenach und Gotha hat Besucher aus dem In- und Ausland nach Thüringen gezogen.» Allerdings hätten ein verregnetes Frühjahr sowie die Hochwasserkatastrophe im Sommer für Einbrüche gesorgt.

Mit rund 8,9 Millionen Übernachtungen zwischen Januar und November musste der Freistaat einen Rückgang um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. In Eisenach, Gotha, Jena und Weimar wiederum gab es Zuwächse zwischen 2,5 und 7,7 Prozent bei den Übernachtungen. Jena hatte sogar ein Besucherplus von 10,3 Prozent. Und auch der Hainich war ein Highlight für Touristen: Mit einem Besucherplus von knapp 8 Prozent sticht das Weltnaturerbe unter den Regionen heraus. Leicht rückläufig waren die Zahlen in Erfurt und Gera. Stärkerer Aufholbedarf hingegen besteht im Thüringer Vogtland, in der Thüringer Rhön und im Eichsfeld. Hier waren die Übernachtungen um bis zu 8 Prozent zurückgegangen.

Das neue Jahr 2014 soll in Thüringen für einen Qualitätssprung genutzt werden. Kernstück ist das Kompetenzzentrum der TTG, das touristische Unternehmen bei Produktentwicklung, Weiterbildungen, Qualität und bei dem Thema Barrierefreiheit berät. Neu ist das Beratungsnetzwerk «Qualitätskompetenz im Thüringer Tourismus». Sein Schwerpunkt liegt in der persönlichen Vor-Ort-Beratung der Betriebe zu den Themen Qualität, Barrierefreiheit und nachhaltige Betriebsentwicklung. Eine Datenbank rund um barrierefreie Angebote soll angelegt werden. Geplant sind 550 Vor-Ort-Begehungen, 90 wurden bereits absolviert. Zudem werden die Berater in diesem Jahr 24 kostenfreie Kompetenzworkshops anbieten.

«Wir wollen die Qualität unserer Beherbergungsbetriebe sichern und gerade auch für das Thema der Barrierefreiheit sensibilisieren. Denn das ist inzwischen ein Qualitätskriterium für viele Urlauber – von der Familie bis hin zu Reisenden mit Mobilitätseinschränkungen», sagte Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH. «Das wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt unter anderem die Auszeichnung ‚Goldener Rollstuhl‘, die wir für unsere Broschüre ‚Thüringen barrierefrei.‘ im Januar erhalten haben.» Das Beratungsnetzwerk ist im Dezember 2013 gestartet. Mit rund 220000 Euro wird es in 2014 durch das Thüringer Wirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und durch die TTG umgesetzt.

Ein Themenschwerpunkt für das aktuelle Jahr werden die vier Welterbestätten in Thüringen sein. Eingebettet in das UNESCO-Jahr 2014 – ausgerufen durch die Deutsche Zentrale für Tourismus – wird Thüringen mit der Wartburg, dem Klassischen Weimar, den Bauhausstätten und dem Hainich werben. «Von den 38 Welterbestätten in Deutschland liegen vier bedeutende und weltbekannte in Thüringen», sagte Höhn, «sie vereinen Natur und Kultur. Mit diesen Pfund zieht Thüringen Touristen aus dem In- und Ausland an.»

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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