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240. Kantatengottesdienst am 31. Juli 2016

Zum 240. Kantatengottesdienst in Bachs Taufkirche lädt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Eisenach am kommenden Sonntag, 31. Juli 2016 um 10 Uhr in die Georgenkirche zu Eisenach ein. Dieser Sonntag liegt in zeitlicher Nähe zum jüdischen Gedenktag an die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. In der Evangelischen Kirche wird er ebenso in Erinnerung an das zerstörte Jerusalem begangen als Bußtag, der darauf aufmerksam macht, wie schwerwiegend die Folgen sein können, wenn wir Menschen nicht auf Gott hören.

Im Angesicht der deutschen Verbrechen am jüdischen Volk ist dieser Sonntag besonders in den deutschen evangelischen Kirchen zum „Israel-Sonntag“ geworden, an dem insbesondere das Verhältnis der Christen zu ihren jüdischen Geschwistern in den Blick kommt.

Im Kantatengottesdienst kommt die für diesen Sonntag bestimmte Kantate Johann Sebastian Bachs „Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben“ BWV 102 zur Aufführung. Der Text der Kantate, die am 25. August 1726 erstmals aufgeführt worden ist, ruft zur Buße. Er ruft zur Besinnung darauf, wo Dinge grundlegend verkehrt sind – im Land, in der Kirche, im eigenen, ganz persönlichen Leben. Er warnt vor den möglicherweise zerstörerischen Konsequenzen und bittet um die Kraft zu Umkehr und neuem Anfang.

Musikalisch gestaltet wird die Kantate vom Ensemble Consart aus Leipzig, einer Gruppe von Sängern und Instrumentalisten, die seit über 10 Jahren jedes Jahr ein thematisches Programm miteinander erarbeiten. Solisten sind Hanna Hagel (Alt), Thomas Fröb (Tenor) und Björn Werner (Bass). Die musikalische Leitung des Ensembles hat Andreas Reuter. Anna Fuchs-Mertens spielt die Orgel im Gottesdienst. Die Predigt hält Pfarrer Stephan Köhler. Am Nachmittag um 16 Uhr ist das Ensemble Consart noch einmal im Sonntagskonzert in der Georgenkirche zu erleben. Im Jahr 2016 sind weitere drei Kantatengottesdienste geplant. – Am 14. August erklingt um 10 Uhr in der Georgenkirche die Kantate „Geist und Seele wird verwirret“ BWV 35 von Johann Sebastian Bach.

A. Ziehn | | Quelle:

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