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5 Dinge, die dem Auto im Frühjahr gut tun

TÜV Thüringen rät: In den Wintermonaten werden unsere Fahrzeuge arg strapaziert. Frost, Rollsplitt und Streusalz setzen nicht nur den Straßen zu, sondern beanspruchen auch die fahrbaren Untersätze aufs Äußerste. Mit den ersten frühlingshaften Temperaturen beginnt für viele Autofahrer der Frühjahrsputz. Christian Heinz vom TÜV Thüringen verrät, worauf Autofahrer dabei achten sollten.

Nach der Wintersaison bilden sich dieser Tage vermehrt Warteschlangen an Deutschlands Waschstraßen. Es wird geputzt, gewienert und poliert. Doch neben der optischen Frühjahrskur sollten Autofahrer die Technik nicht vernachlässigen. Das sind die 5 wichtigsten Punkte, die jeder Autofahrer auf der Frühjahrs-Checkliste stehen haben sollte:

1. Die Autowäsche, der Rundum-Check

Gerade nach dem Winter ist eine gründliche Autowäsche unerlässlich.

Salzreste sind der natürliche Feind von Blech und Lack. Sie fördern Korrosion. Daher ist es besonders wichtig, mit der neuen Saison den Winterdreck am Fahrzeug zu entfernen, rät Christian Heinz.

Eine Unterbodenwäsche sollte dabei nicht außen vor bleiben. Wichtig nach der Wagenwäsche ist der Rundum-Check. Dabei sollten die Karosserie, der Schwellerbereich sowie der Endschalldämpfer auf auffällige Korrosionen kontrolliert werden. Steinschläge an der Lackierung, der Frontscheibe sowie den Streuscheiben der Scheinwerfer müssen genau inspiziert werden.

Besonders tiefe Steinschläge, die bereits die unterste Lackschicht beziehungsweise die Grundierung in Mitleidenschaft gezogen haben, sollten möglichst schnell versiegelt werden, so Heinz.

Feuchtigkeit kann ansonsten schnell zu Korrosion führen. Für solche Schädigungen empfiehlt sich eine Smart-Repair-Lösung. Kleinere Steinschläge lassen sich auch mit einem Lackstift in Eigenregie ausbessern. Wer sich das nicht zutraut, findet Rat beim Profi. Christan Heinz empfiehlt dennoch, solche Stellen weiter zu beobachten. Steinschläge an der Frontscheibe im Sichtbereich sind sicherheitsrelevant und müssen sofort behoben werden.

2. Füllstände kontrollieren, pures Technikvertrauen kann schiefgehen

Beim Frühjahrs-Check am Fahrzeug darf die Kontrolle der Füllstände nicht fehlen. Eine Füllstandsprüfung von Öl, Kühl- und Bremsflüssigkeit sowie der Scheibenwaschanlage ist nicht nur wichtig für die Verkehrssicherheit. Der korrekte Betriebsmittelfüllstand erhöht auch die Langlebigkeit des Fahrzeugs oder verhindert gar ein Liegenbleiben während der Fahrt.

Fahrer von modernen Fahrzeugen verlassen sich dabei oft auf die Elektronik. Schließlich gibt der Bordcomputer ja rechtzeitig Auskunft, falls etwas am Wagen gemacht werden muss. Christian Heinz rät dennoch, den Füllstand gerade beim Motoröl auch regelmäßig visuell nachzuprüfen.

Bei elektronischen Systemen sollte man sich nicht komplett auf die Sensoren verlassen. Hier ist ab und an der althergebrachte Messstab aussagekräftiger, rät Heinz.

3. Der Reifenwechsel und Räder-Check

Im März steht für viele Autofahrer der Räderwechsel an. Die einen schrauben selbst, andere vertrauen dabei lieber auf den Service von Werkstätten und Reifendiensten. Vor dem Wechsel und der Einlagerung der Winterpneus sollten diese auf offensichtliche Beschädigungen oder eingefahrene Teile hin untersucht werden. Ein Tipp von Christian Heinz: vor dem Einlagern eingeklemmte Steinchen aus dem Reifenprofil entfernen.

Diese spreizen das Gummi über die Sommerpause unnötig auf und stressen das Material.

Reifen sollten übrigens stets trocken und im Dunkeln gelagert werden. Aufgrund von UV-Einstrahlung können die Weichmacher in der Gummimischung schneller verloren gehen. Die Folge: eine raschere Reifenalterung, das Material wird spröde und rissig.

Beim Räder-Check kann die Reifenprofiltiefe gleich mitgemessen werden. Vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter Mindestprofil. Für Winterreifen empfiehlt der Experte allerdings mindestens 4 Millimeter. Sind diese unterschritten, sollten Autofahrer sich spätestens im Herbst auf Neureifensuche begeben. Zu guter Letzt muss auf den korrekten Reifendruck geachtet werden. Nach dem Wechsel steht immer auch ein Update des Reifendruckkontrollsystems an. Sprich, das System muss auf die aktuelle Rad-Reifen-Kombination angepasst werden. Wer selber schraubt, darf nicht unterschätzen, dass seine Reifen eventuell eine Unwucht aufweisen. Das hat einen direkten Einfluss auf das Fahrverhalten und den Fahrkomfort. Christian Heinz empfiehlt daher zur Sicherheit immer den Weg zum Fachmann.

4. Der Licht-Check – Sehen und Gesehenwerden

Nicht nur in der dunklen Jahreszeit kommt es auf das Sehen und Gesehenwerden an. Eine voll funktionstüchtige lichttechnische Einrichtung ist am Fahrzeug immer überlebenswichtig. Beim Frühjahrsfahrzeug-Check sollte diese daher auf jeden Fall auch auf der Prüfliste stehen. Die reine Funktionsüberprüfung kann mit Unterstützung zu zweit bewerkstelligt werden. Wenn es allerdings um die korrekte Einstellung von Abblend- oder Fernlicht geht, bleibt nur der Weg in die Fachwerkstatt oder zu einem Prüfstützpunkt.

5. Wellness für den Innenraum

Was bei der Fahrzeugpflege natürlich nicht fehlen darf, ist eine gründliche Reinigung des Innenraums. Aussaugen und Polsterpflege sind nahezu selbstverständlich. Cockpit, Kunststoffoberflächen oder die teure Lederausstattung benötigen ebenfalls ausreichend Zuneigung des Halters. Gerade die Fußmatten wurden im Winter stark beansprucht. Steine, nasses Laub, Schneematsch oder Streusalz machten ihnen schwer zu schaffen. Der Zubehörhandel hält für die Innenreinigung des Fahrzeugs zahlreiche Mittel parat.

Schmutzablagerungen auf der Innenseite der Windschutzscheibe wirken wie ein Grauschleier. Vor allem im Winter wird das Fahrzeuggebläse stark strapaziert. Durch die Luftzirkulation des Gebläses lagert sich mit der Zeit auf der Innenseite der Scheibe ein Fett- und Schutzfilm ab. Dieser wird am besten mit handelsüblichen Glasreinigern beseitigt. Die Wellnesskur für den Innenraum wird das Auto danken.

Wer technisch unbeleckt ist, kann sich Hilfe in einer Fachwerkstatt oder an einer der Kfz-Prüfanlagen des TÜV Thüringen einholen. Dort werden Frühjahrs-Checks fürs Fahrzeug angeboten.

Andrea T. | | Quelle:

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