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Autobahnbau: Hörselbergumfahrung kann starten

Am Dienstag wurde der Zuschlag für das zweite A-Modell-Pilotprojekt erteilt. Die Konzession für die rund 45 Kilometer lange Konzessionsstrecke der A 4 von der Landesgrenze Hessen/Thüringen bis einschließlich der Anschlussstelle Gotha hat das deutsch-französische Konsortium Hochtief/Vinci erhalten. Dabei handelt es sich um die sogenannte Hörselbergumfahrung.
Dazu sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in Berlin:
„Mit dem zweiten A-Modell-Pilotprojekt wird nun ein weiterer Meilenstein bei der Erfolgsgeschichte Public-Private-Partnership gesetzt.“
Geplanter Konzessionsbeginn ist der 15. Oktober 2007. Das als Vergabeverfahren gewählte strukturierte Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb dauerte 24 Monate.
Als Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 15 A 4 Eisenach-Görlitz soll die A 4 im Rahmen der für 30 Jahre vergebenen Konzession durch den Konzessionsnehmer sechsstreifig ausgebaut und anschließend auch erhalten und betrieben werden. Das Investitionsvolumen für das Projekt liegt bei geschätzten 300 Millionen Euro.
Im Rahmen des Projekts ist zunächst ein 22,5 Kilometer langer Autobahnabschnitt zur Umfahrung der Hörselberge neu zu bauen. Die alte A 4 wird in diesem Bereich abgestuft und in dem rund 10 Kilometer langen Abschnitt zwischen Wutha und Sättelstädt vollständig zurückgebaut.
Das A-Modell A 4 Thüringen ist das zweite erfolgreich vergebene Public-Private-Partnership-Pilotprojekt im Straßenbau. Im Mai des Jahres wurde bereits die Konzession für das Pilotprojekt A 8 Augsburg-München vergeben. Mit den A-Modellen A 1 Niedersachsen (AK Bremer Kreuz-AD Buchholz) und A 5 Baden-Württemberg (Malsch-Offenburg) befinden sich noch zwei weitere Pilotprojekte im Vergabeverfahren. Sowohl vom Bundesverkehrsministerium wie auch der Bauwirtschaft wird ein intensives Interesse an der Weiterführung der PPP-Modelle dokumentiert.

Rainer Beichler | | Quelle:

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