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Bundesweit bessere Prüfungsergebnisse und weniger Unfälle

Der in Thüringen laufende Pilotversuch zum Begleiteten Fahren mit 17 zeigt auch im dritten Jahr positive Ergebnisse.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) weist in einer Zwischenauswertung vom November 2009 auf die positive Sicherheitswirkung hin. So wird bundesweit im Vergleich zu herkömmlich ausgebildeten Fahranfängern ein um 19% geringerer Anteil an Unfallbeteiligungen und ein um 18% geringerer Anteil an erheblichen Verkehrsverstössen registriert.

«Überdurchschnittlich hohe Erfolgsquoten in Theorie und Praxis, sowie eine geringere Unfallquote gegenüber Fahranfängern anderer Alterklassen sprechen für den Erfolg des Modellversuchs und eine dauerhafte Übernahme ins Fahrerlaubnisrecht», so Verkehrsminister Carius.

Seit Beginn im März 2007 nahmen rund 34000 Jugendliche im Freistaat die Chance wahr, ein Jahr früher als bisher bereits mit 17 Jahren am Steuer zu sitzen. Dies sind durchschnittlich 26,3% der erteilten Führerscheine der Klasse B in Thüringen.

Bei der Führerscheinprüfung schneiden die Fahranfänger unter 18 vor allem bei der theoretischen Prüfung deutlich besser ab als die älteren Prüflinge. 64,4 % der unter Achtzehnjährigen haben in Thüringen die theoretische Prüfung im untersuchten Zeitraum bestanden. Bei den sogenannten «Normalbewerbern» über 18 waren es hingegen nur 55,1 %. Bei der praktischen Prüfung fällt der Unterschied mit 63,8 % zu 59,8 % zwar weniger deutlich, aber ebenfalls zugunsten der jüngeren Bewerber aus.

Während auch in Thüringen durch die geburtenschwachen Jahrgänge ein Rückgang der Fahrerlaubnisbewerberzahlen zu verzeichnen ist, stieg der Anteil der Fahranfänger mit 17 im Vergleich zu den herkömmlichen Fahrerlaubnisbewerbern im Freistaat von 22,5 % (2007) auf 28,7 % (2009).

Der Modellversuch läuft in Deutschland regulär am 31. Dezember 2010 aus und wird dann einer Endauswertung unterzogen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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