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Durchfahrt Nikolaitor halbseitig gesperrt: Altes Tor wird ab 15. August wegen Bauarbeiten gesperrt

Die Arbeiten am Nikolaitor gehen voran. Weil jetzt das so genannte Alte Tor an der Reihe ist (vom Hauptbahnhof aus gesehen das linke Tor), wird es ab Freitag, 15. August, für den Verkehr gesperrt. Die Autofahrer aus Richtung Hauptbahnhof oder Wartburgallee können das Tor aber weiterhin passieren – die rechte Tordurchfahrt ist für den Verkehr aus dieser Richtung geöffnet. Für Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Karlsplatz kommen, gilt weiterhin die ausgeschilderte Umleitung. Sie führt über die Nicolaistraße bis zur Uferstraße.

An der Ost- und Nordseite des historischen Tores sind die Außenwände bereits weitgehend fertig. Weiter gearbeitet wird zum Beispiel am Dach. Derzeit wird die alte Schieferabdeckung entfernt, das Gesims wird mit neuem Blech überzogen. Die Dachtraufe auf der Westseite war zum Teil mit Schwamm befallen. Eine Fachfirma hatte daher in diesem Bereich die historischen Ton-Ziegel ausgebaut und zwischengelagert. Bevor die Ziegel wiederverwendet werden, müssen sie mit einer Bürste gereinigt und mit einer Speziallösung behandelt werden. Bei den romanischen Fenstern an der Ostfassade geht es ebenfalls weiter. Die Fensterbrüstung soll mit Blei abgedeckt werden, ebenso die hervorspringende Südwestecke des Torturmes. Die Abdeckung mit Blei schützt den darunter liegenden Naturstein. Wenn alle Arbeiten planmäßig laufen, soll das Nikolaitor Ende Oktober fertig restauriert sein. Es ist das zweite große Denkmal nach dem Lutherdenkmal auf dem Karlsplatz, das in den Jahren 2013 und 2014 von Grund auf saniert und restauriert worden ist.

Die denkmalpflegerische Sanierung und Restaurierung des romanischen Stadttores wird voraussichtlich rund 790.000 Euro kosten. Die Stadt Eisenach hat unter anderem Mittel von Bund und Land aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz in Höhe von 178.000 Euro erhalten. An dem Gesamtkosten beteiligt sich auch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie mit 40.000 Euro. Die Stadt Eisenach kann ihren Eigenanteil dank einer großzügigen Spende eines anonymen Spenders aus Eisenach aufbringen. Ein weiterer Dank geht an den Eisenacher Geschichtsverein für sein Engagement. Denn von dem Verein ging die Initiative zur Sanierung aus. Ursprünglich war nur die Sanierung der Steinplastiken im Tor geplant. Dank der Spende ergab sich aber die Möglichkeit der Gesamtsanierung.

Frank Bode | | Quelle:

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