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Fahrradklimatest 2016 für Eisenach durchgehend schlechter ausgefallen als vor zwei Jahren

Am ADFC Fahrradklimatest 2016 haben sich mehr Radfahrer als zuvor beteiligt. Die Zahl der Teilnehmer an der Umfrage ist von 71 im Jahr 2014 auf 95 gestiegen. Im Jahr 2012 war Eisenach mit unter 50 Interviews nicht gewertet worden.

Dies zeigt, dass die Wichtigkeit des Radverkehrs steigt. Das ist aber auch schon der einzige positive Aspekt, so ADFC-Kreisvorsitzender Christoph Meiners.

Denn die Bewertungen sind durchgehend schlechter ausgefallen als vor zwei Jahren. Christoph Meiners:

Die Radfahrer haben keine Geduld mehr. Sie wollen, dass die Stadtverwaltung bald etwas ändert.

Beim ADFC Fahrradklimatest 2016 sollten die Radfahrer 27 Fragen beantworten – und bei keiner einzigen ist die Bewertung besser ausgefallen. Nur beim Thema „Öffnung der Einbahnstraßen“ blieb die Note mit 3,6 gleich.

Schließlich hat sich in den zwei Jahren auch nichts verändert. Ganz im Gegensatz zu anderen Städten, die die Möglichkeiten der neuen Straßenverkehrsordnung nutzten und viele Einbahnstraßen in beiden Richtungen freigaben.

Die Durchschnittsnote für Eisenach beträgt 4,3 (3,9 in 2014) und damit den Platz 341 von 364 Städten in der gleichen Größenklasse erreicht. Nur wenige Städte haben sich so sehr verschlechtert wie Eisenach.

Eine Frage war zum Beispiel „Sind Radwege und Fahrradstreifen so angelegt, dass Alte und Junge sicher Radfahren können?“ Das bewerteten die Eisenacher mit 4,5 und damit deutlich schlechter als vor zwei Jahren (3,9). Christoph Meiners:

Wir waren damals positiv überrascht, dass wir Schutzstreifen bekommen haben. Mittlerweile hat sich aber herausgestellt, dass sie zu schmal sind und dass die Eisenacher Autofahrer viel zu eng an den Radfahrern vorbeifahren.

Besonders schlechte Noten bekamen der fehlende Winterdienst mit 5,3 und die Führung an Baustellen mit 5,1.

Foto: © Christoph Meiners / ADFC Wartburgkreis

Hieran zeigt sich, dass – entgegen den Sonntagsreden – der Radverkehr in Eisenach doch einen sehr geringen Stellenwert hat. Das ist umso bedauerlicher, weil der Radverkehr zunimmt.

Auch die Frage, ob Fahrräder gestohlen werden, wurde mit 4,3 schlechter bewertet (2014 3,3).

Wir als ADFC Wartburgkreis fordern, dass sich endlich was ändert – zumal es eigentlich gute Ansätze gibt.

Der ADFC trifft sich regelmäßig in der AG Radverkehr mit Vertretern der Stadtverwaltung.

Die Atmosphäre der Gespräche ist besser geworden. Es scheitert jedoch meistens an der praktischen Umsetzung. Während Nachbarstädte weiter voranschreiten, vertrödelt Eisenach zu viel Zeit. Das ist schade, weil Eisenach eigentlich die ideale Größe hat. Außerdem steigen immer mehr Radfahrer auf E-Bikes um und dann tun ihnen die knackigen Steigungen im Stadtgebiet nicht mehr weh. Es wird Zeit, dass nicht nur die Fahrräder unter Strom stehen, sondern auch Stadtratsmitglieder und die Verwaltung sich noch mehr für den Radverkehr einsetzen.

Andrea T. | | Quelle:

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