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Flächendeckende Beeinträchtigungen im Zugverkehr durch GDL-Streik

Seit Betriebsbeginn um 4 Uhr beeinträchtigen flächendeckende Streikaktivitäten der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Schienenpersonenverkehr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erheblich.
Aktuell werden in allen drei Bundesländern zahlreiche Züge des Nahverkehrs, Fernverkehrs und Güterverkehrs bestreikt und stehen für den Betrieb nicht zur Verfügung. Die Streiks im Schienengüterverkehr hatten bereits am Abend zuvor 20 Uhr begonnen.

Die Deutsche Bahn AG bedauert diese erneuten, drastischen Einschränkungen für ihre Kunden sehr. Zahlreiche Berufspendler oder Schüler konnten nicht wie gewohnt mit dem Zug zur Arbeit oder zur Schule fahren. Auch im Güterverkehr kam es zu erheblichen Verspätungen und auch Zugausfällen, einen Stillstand wird es jedoch nicht geben.

Die DB geht davon aus, dass ab 10 Uhr der Betrieb wieder schrittweise aufgenommen werden kann. Es ist allerdings zu erwarten, dass es auch mehrere Stunden nach Streikende erhebliche Behinderungen geben wird, da die Fahrpläne und Personaleinsatzpläne ganztägig aus dem Takt gebracht werden. Die bestreikten Züge werden erst nach einigen Stunden an den vorgesehenen Einsatzstellen zur Verfügung stehen.

Auch in Eisenach hat sich die DB auf die Streiks eingestellt. Mitarbeiter sind im Service zusätzlich im Einsatz. Busse wurden eingesetzt.
Einige Züge sind gefahren. Züge von Cantus und der Südthüringen Bahn verkehren fast planmäßig.
Trotzdem verzichten viele Reisende auf die Bahn oder steigen auf andere Verkehrsmittel um. Es in den Morgenstunden relativ ruhig im Eisenacher Hauptbahnhof.

Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor der Fahrt über die konkreten Auswirkungen des Streiks zu informieren. Hierfür ist ab sofort bis auf Weiteres unter 08000996633 eine kostenlose Servicenummer geschaltet.
Kunden im Ausland erhalten Informationen unter +491805334444 (Gebühren je nach Herkunftsland und Provider). Details sind auch unter www.bahn.de/aktuell oder für Nutzer von mobilen Endgeräten unter m.bahn.de/ris erhältlich.

«Fahrgästen, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht antreten können, bietet die Deutsche Bahn aus Kulanz die Möglichkeit, ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstatten zu lassen. Alternativ können Reisende den nächsten, gegebenenfalls auch höherwertigen Zug nutzen. In diesem Fall wird bei Angeboten wie dem Sparpreis auch die Zugbindung aufgehoben. Für Zeitkarten gelten die tariflichen Umtausch- und Erstattungsbedingungen. Für Verbundfahrkarten gelten die Regelungen der jeweiligen Verkehrsverbünde», informiert die Bahn.

Im Schienengüterverkehr wird vor allem die Versorgung von Kraftwerken, Hochöfen und anderen zentralen Industrien gewährleist. Die rund 5000 Kunden von DB Schenker Rail werden aktuell und regelmäßig per E-Mail über die Auswirkungen des Streiks informiert.

Rainer Beichler |

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