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GTÜ: Jetzt auf Winterreifen umrüsten

Die vom Bundesverkehrsministerium geplante Winterreifenpflicht soll im November auf Deutschlands Straßen Realität werden. Spätestens dann führt kein Weg mehr an Reifen mit M+S-Kennzeichnung und/oder dem Schneeflockensymbol an den Flanken oder alternativ Ganzjahresreifen vorbei.

Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung rät jedoch, nicht bis zur Neuregelung oder bis zum ersten Schneefall zu warten, sondern bereits jetzt auf Winterreifen umzurüsten. Denn Autofahrer müssen in der dritten Jahreszeit jeden Morgen mit der ersten Eisglätte rechnen. Kommt die weiße Pracht plötzlich über Nacht, scheitert ein spontaner Reifenwechsel in der Regel an den überfüllten Werkstätten.

Längst nicht nur Schnee und Eisglätte, auch die kalten Temperaturen beeinträchtigten die Griffigkeit der Reifen ganz erheblich. Während Sommerreifen bei + 10 bis + 40 Grad Celsius mit optimalen Fahreigenschaften über die Straßen rollen, geben Winterreifen dank ihres kältetauglichen Silica- oder Naturkautschukanteils bei + 10 bis – 20 Grad Celsius ihr Bestes. Ob auf schneebedeckter oder nasskalter Fahrbahn, die Pneus haften in jedem Fall besser und erreichen damit auch einen deutlich kürzeren Bremsweg.

Zur Profilstärke der Winterreifen gibt es eine gesetzliche Vorschrift, nämlich mindestens 1,6 Millimeter. Für die erforderliche Traktion auf Schnee raten die GTÜ-Experten jedoch zu mindestens 4 Millimetern Profiltiefe. Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist das Reifenalter. Unabhängig davon, wie gut die Profilstärke von Winterreifen noch ist – nach spätestens acht Jahren ist das Material zu alt. Die Reifen sollten dann unbedingt ersetzt werden.

Als Alternative zu Winterreifen kommen auch Allwetterreifen in Betracht. Mit speziellen Laufflächenmischungen, die bei Kälte nicht verhärten, sind moderne Ganzjahresreifen für Klein- und Kompaktwagen bei überwiegenden Fahrten in städtischen Gebieten ein gelungener Kompromiss. Zu achten ist auch hier auf das M+S- und Schneeflockensymbol auf der Reifenflanke, so die GTÜ-Experten.

Rainer Beichler | | Quelle:

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