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 | Bildquelle: © Kröner/GTÜ 04/2016

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Bildquelle: © Kröner/GTÜ 04/2016

GTÜ und ZDK fordern: Abgasuntersuchung sinnvoll weiterentwickeln

Die Abgasuntersuchung (AU) darf nicht allein den elektronischen Selbstüberwachungssystemen der Fahrzeuge (On-Board-Diagnose, OBD) überlassen bleiben. Das fordern der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung. Der Skandal um manipulierte Emissionswerte werde sich in Europa auf neue Vorschriften zur Typgenehmigung und zur AU auswirken, so ZDK-Präsident Jürgen Karpinski und GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi anlässlich des jährlichen Spitzengesprächs beider Organisationen in Stuttgart. Das bisher angewendete zweistufige Verfahren mit der Funktionsprüfung des OBD-Systems und gegebenenfalls der Endrohrmessung für OBD-Fahrzeuge mit Erstzulassung ab dem 01. Januar 2006 sei nicht mehr zeitgemäß. Aufgrund der dynamischen Weiterentwicklung der Motoren- und Abgastechnik bei modernen Kraftfahrzeugen müsse die AU daher fortgeschrieben werden. Hierzu könnte auch eine mögliche Messung der Stickoxide (NOx) zählen.

ZDK und GTÜ begrüßen daher den Beschluss der Umweltministerkonferenz vom 07. April, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wird, die Abgasuntersuchung weiterzuentwickeln.

Dass eine Endrohrmessung sinnvoll ist, zeigen die Ergebnisse des ZDK-Abschlussberichts zur AU-Mängelstatistik 2014. Über sechs Prozent der untersuchten Pkw, Nutzfahrzeuge und Krafträder hatten die Abgasuntersuchung nicht bestanden. Insgesamt führten die anerkannten AU-Betriebe 12,4 Millionen Abgasuntersuchungen an Pkw, Nutzfahrzeugen und Krafträdern durch. Dabei wurden 1,125 Millionen abgasrelevante Mängel an 781.650 beanstandeten Fahrzeugen festgestellt.

Foto: Spitzengespräch der GTÜ und ZDK-Delegation in Stuttgart: GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi (sechster von rechts) und ZDK-Präsident Jürgen Karpinski (sechster von links)

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Ich denke das ist alles gut und schön, geht aber an der Realität vorbei. Es liegt nicht an den PKW´s , das war Politisch so gewollt, der Arbeitnehmer muss neuerdings jeden morgen 120 Km zu Arbeit fahren und hernach wieder zurück, das Zauberwort dazu – Zentrale Produktionsstätten. Die Bahn wird im Bereich Güterverkehr und Nahverkehr ausgelöscht um mehr LKW´s auf die Straße zu bekommen. Das Märchen für die gesunde Umwelt kann man stecken lassen ( Massenveralberung) . Die Umwelt krankt daran das man die Produktion in Länder verlagert die so gut wie keinen Lohn bezahlen und die Europäer die kaum etwas verdienen sind von diesen Billigprodukten abhängig. ( Globalisierung genannt) Deutschland könnte einen echt richtigen Schritt machen zum Anfang – Wege Zeit ist Arbeitszeit , auch für die Wochenpendler- dazu wieder einen Nahverkehr wie er mal vorhanden war und schon sind die Straßen leer. Ein Diesel in der Garage hat immer noch die besten Emissionswerte. Wenn dann noch die Schule wieder in den Ort zurück kehrt können die Muttis die kleinen Panzer ( Jeep und Van) in der Garage lassen. Die Kinder bekommen wieder das Gefühl wozu sie mit Beinen geboren wurden. Aber das wollen selbst die Grünen nicht, sie können also nun wieder aufatmen.

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