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Höchste Eisenbahn für HU-Überzieher

Gelbe Plakette kann teuer werden – Fahrzeuge mit brauner Plakette müssen dieses Jahr zur Hauptuntersuchung

Die gelbe Prüfplakette verabschiedet sich für 2016 von deutschen Kfz-Kennzeichen. Ihre Schonfrist läuft spätestens Ende Februar ab. Für Fahrzeughalter, die dann noch mit gelber Plakette unterwegs sind, kann es teuer werden. Fahrzeugexperte Torsten Hesse vom TÜV Thüringen warnt davor, die fällige Hauptuntersuchung unnötig hinauszuzögern.

Wer sich überflüssigen Ärger, Rennerei und Zusatzkosten sparen möchte, sollte sein Fahrzeug fristgemäß zur Hauptuntersuchung (HU) vorstellen.

Für Fahrzeuge mit einer abgelaufenen Prüfplakette kann durch Ordnungsämter oder Polizei bereits am ersten Tag der Überziehung eine Frist zur Zwangsvorstellung verhängt werden, gibt Torsten Hesse vom TÜV Thüringen zu bedenken.

Dadurch hat der Fahrzeughalter zusätzliche und unnötige Laufereien, um den Mangel abzumelden. Allerhöchste Eisenbahn ist es jetzt für Autos mit gelber Prüfplakette. Für Fahrzeuge, deren HU-Termin bereits seit mehr als 2 Monaten abgelaufen ist, sieht der aktuelle Bußgeldkatalog eine Ordnungsstrafe von mindestens 25 Euro vor. Fahrer von Autos, deren HU mehr als 4 Monate überzogen ist, kassieren zusätzlich zum Bußgeld einen Punkt im Flensburger Fahreignungsregister. Die Geldbuße beträgt dann 60 Euro, nach Überziehung von 8 Monaten werden sogar 75 Euro fällig.

Neben dem drohenden Bußgeld kommt auf die über zwei Monate überfälligen Fahrzeuge bei der HU ein umfangreicherer Prüfumfang zu. Das bedeutet für den Halter Zusatzkosten von 20 Prozent, so Hesse. Des Weiteren könnte die Versicherung im Falle eines Unfalls eine Verletzung der Sorgfaltspflicht des Halters unterstellen, sollte es sich beispielsweise nachträglich herausstellen, dass das Fahrzeug womöglich mängelbehaftet war, erläutert der Fahrzeugexperte.

Erfahrungsgemäß lassen gerade Halter, deren Fahrzeuge mängelbehaftet sind, ihren HU-Termin verstreichen.

Aus Angst, die Hauptuntersuchung nicht zu bestehen und keine Prüfplakette zu bekommen, glauben einige Autofahrer, die Zeit heilt alle Wunden.

Hesse appelliert hingegen daran, dem Fahrzeug eine regelmäßige Wartung und Pflege angedeihen zu lassen.

Wer hier spart, spart am falschen Ende. Ein auf die lange Bank geschobener HU-Termin bringt letztlich überhaupt nichts. Im Zweifel kommen eher dann geballte Kosten durch die vernachlässigte Wartung auf den Halter zu, erklärt Hesse.

Die Gültigkeit der HU-Plakette können Fahrzeughalter im Übrigen am hinteren Kennzeichen ablesen. Die auf der Plakette in 12-Uhr-Stellung angezeigte Zahl gibt den Monat, die zweistellige Zahl im inneren Kreis das Ablaufjahr an. Auch ein Blick in die Fahrzeugzulassung gibt Auskunft über den Termin zur nächsten Hauptuntersuchung. In diesem Jahr müssen Autos mit einer braunen Plakette am Nummernschild zur HU.

Andrea T. | | Quelle:

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