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 | Bildquelle: © Tschovikov/GTÜ

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Bildquelle: © Tschovikov/GTÜ

Höchste Zeit für Winterreifen

GTÜ-Ratgeber: Nur Winterpneus bieten optimale Sicherheit auf Schnee, Matsch und Nässe

Gegen den rechtzeitigen Einsatz der Winter-Spezialisten lassen sich keine schlagkräftigen Argumente mehr aufführen, denn ein Winterreifen ist längst keine grobklotzige, unkomfortabel raue und laute Sohle mehr, so die Sicherheitsexperten der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung. Moderne Versionen haben ein vergleichsweise geschlossenes Profil, sie sind leise und bieten einen guten Abrollkomfort.

Ihre eigentlichen Stärken vermögen Winterreifen vor allem auf verschneiter Fahrbahn voll auszuspielen. Ihr tiefes ausgeprägtes Profil sorgt auf Schnee für einen Verzahnungseffekt mit hoher Scherwirkung, was dem Grip zugutekommt. Zahlreiche Lamellen in den Profilblöcken verbessern zudem die Haftung.

Am eindrucksvollsten lassen sich die Sicherheitsvorteile von Winterreifen am Beispiel Bremsen darstellen: Mehrere GTÜ-Tests haben gezeigt, dass mit Sommerreifen bestückte Pkw aus 80 km/h auf Schnee einen 30 bis 40 Meter längeren Bremsweg benötigen, als Autos mit Winterreifen.

Mit abnehmender Profiltiefe und zunehmendem Alter allerdings lässt das Leistungsvermögen von Winterreifen stark nach. Deshalb raten die GTÜ-Experten aus Gründen der Sicherheit spätestens bei 4 mm Restprofiltiefe oder nach spätestens acht Jahren auch bei noch ausreichender Profiltiefe zum Reifentausch. Schon gealterte und nahezu bis zur Grenze abgefahrene Pneus vermindern an der Antriebsachse die Traktion und bieten nur noch eingeschränkte Seitenführung. Auf der Vorderachse beeinträchtigt dieses die Lenkfähigkeit auf Schnee und Eis und an der Hinterachse hat dieses ein instabiles Fahrverhalten zur Folge.

Beim Neukauf von Winterreifen ist eine Bedarfsanalyse durchaus angebracht, denn Winterreifen ist nicht gleich Winterreifen. Die Bandbreite erstreckt sich vom ausgesprochenen Schnee-Spezialisten bis hin zum Allrounder. Als Faustregel gilt: Winterpneus der unteren und mittleren Geschwindigkeitsklassen (etwa T-Reifen bis 190 km/h bzw. H-Reifen bis 210 km/h) greifen im Schnee besser als Hochgeschwindigkeitsversionen (V-Reifen bis 240 km/h). Diese wiederum haben ihre Stärken auf nassen und trockenen Fahrbahnen bei höheren Geschwindigkeiten. Wer an Winterreifen spart, spart am falschen Platz. Denn ein Satz hochwertiger Winterpneus ist allemal billiger als die Reparatur eines verbeulten Kotflügels nach einem Ausrutscher – von einem möglichen Personenschaden auf Grund nicht angepasster Bereifung im Winter ganz zu schweigen, so die Sicherheitsexperten der GTÜ.

Andrea T. | | Quelle:

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