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Infrastrukturministerium stellt Förderung für Dialog-Displays über 50.000 Euro zur Verfügung

Kommunen können ab heute Anträge stellen

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft fördert die Anschaffung von Dialog-Displays. Dafür stehen in diesem Jahr 50.000 Euro zur Verfügung. Die Geschwindigkeitsmesstafeln signalisieren den Autofahrern, wenn sie mit ihren Fahrzeugen die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhalten mit einem lächelnden Gesicht oder zum Beispiel einem „Danke“.

Die Displays leisten einen Beitrag für die Verkehrssicherheit in Thüringen, das hat die Erfahrung gezeigt, sagte Thüringens Infrastrukturministerin Birgit Keller heute zum Auftakt der neuen Förderperiode. Uns geht es darum, mit positiven Signalen auf die Autofahrer einzuwirken und vor allem in sensiblen Bereichen, die schwachen Verkehrsteilnehmer zu schützen. Seit der Initiierung des Smiley-Programms 2013 wurden insgesamt 161 Tafeln in 151 Städten und Gemeinden gefördert. Dafür stellte das Land bisher 300.000 Euro bereit.

Die Displays sollen unter anderem an Schulen, Altenheimen, touristischen Zielen sowie Ärztehäusern und Kliniken unter bestimmten Bedingungen eingesetzt werden können und alle Verkehrsteilnehmer schützen.

Von der Wirkung des Displays überzeugte sich Ministerin Keller heute in Tüttleben (Landkreis Gotha). An der Bundesstraße 7 wurde im Januar 2016 eine interaktive Tafel installiert. Seitdem reduzieren die Autofahrer das Tempo merklich, sagt Bürgermeister Klaus Lewald. Aus dem Fördertopf können Städte und Gemeinden Geld für Dialog-Displays finanzieren. Jedes Display wird 2016 mit maximal 1250 Euro gefördert, im Vorjahr waren es 1750 Euro. Mit den gesunkenen Kosten für die Tafeln konnte nun auch die Fördersumme reduziert werden, so dass noch mehr Städte und Gemeinden die Möglichkeit bekommen, ein Display zu erhalten.

Das Prinzip der Tafeln ist einfach: Nähern sich die Autofahrer dem Schild mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit, zeigt sich ein Lächeln oder ein „Danke“. Ist das Tempo zu hoch, zeigen die Mundwinkel des stilisierten Gesichts auf dem Display nach unten oder z.B. eine Aufforderung „Langsam“.

Studien haben gezeigt, dass diese unmittelbare Rückmeldung an die Autofahrer funktioniert. Das Display ist als Fingerzeig zu verstehen, noch bevor Autofahrer zur Kasse gebeten werden.

Die Displays dürfen nur innerorts aufgestellt werden. Damit möglichst viele Städte und Gemeinden in den Genuss der Förderung kommen, sind nur jene berechtigt, die in den Jahren 2013, 2014 und 2015 nicht berücksichtigt wurden. Die Förderkriterien stehen u.a. auf der Internetseite des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft zum Download bereit. Die Anträge sind beim Thüringer Landesverwaltungsamt einzureichen, das die Fördermittel vergibt. Auch dort sind die Informationen auf den Internetseiten eingestellt.

Andrea T. | | Quelle:

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