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Kürzester Schulweg ist nicht immer der sicherste

Schulkinder verunglücken am häufigsten in den Morgen- und Nachmittagsstunden

In wenigen Tagen enden die Sommerferien, in einigen Bundesländern hat die Schule bereits begonnen. Damit nehmen die Schüler wieder am Straßenverkehr teil und müssen den täglichen Weg zur Schule und zurück meistern. Egal ob sie zu Fuß, per Fahrrad, mit dem Schulbus oder öffentlichem Nahverkehrsmittel unterwegs sind, Gefahren lauern überall. Der TÜV Thüringen appelliert daher an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer. Jetzt heißt es, eine erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht walten zu lassen. Vor allem gegenüber den Erstklässlern gilt in diesen Tagen eine ganz besondere Sorgfaltspflicht.

Laut Unfallstatistik verunglücken die meisten Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren in der Zeit von 6:30 Uhr bis 8 Uhr und dann wieder vermehrt ab 13 Uhr.

Autofahrer sollten insbesondere zu diesen Tageszeiten verstärkt auf die wieder am Straßenverkehr teilnehmenden Kinder und Jugendlichen achten,

darauf weist Verkehrsexperte Torsten Hesse vom TÜV Thüringen hin. Vor allem die Jüngsten, die den Weg zur Schule erstmals allein absolvieren, bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit.

Der kürzeste Weg zur Schule entpuppt sich allerdings oftmals nicht unbedingt als der sicherste, weiß Verkehrsexperte Hesse.

Eltern sollten die letzten freien Tage dazu nutzen, den Weg zur Schule und zurück mit ihren Sprösslingen zu üben,

so Hesse. Das funktioniert am besten zu den Zeiten, an denen die Kinder auch ihren Schulweg bewältigen müssen. „Dabei ist es gerade für Erstklässler wichtig, dass ihnen die direkten Gefahren im Straßenverkehr genau erklärt werden und auf kritische Gefahrenstellen des Schulwegs besonders hingewiesen wird“, rät Torsten Hesse. Auf keinen Fall kommt es auf eine Rekordzeit, sondern vielmehr auf den sichersten Weg an. „Ein kleiner Umweg erweist sich manchmal als weniger gefährlich“, meint der Verkehrsexperte.

„Nach der letzten Stunde möchten Schulkinder möglichst schnell nach Hause. Sie denken auf dem Heimweg nicht darüber nach, ob sie von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden. Leichtsinnsunfälle beim Überqueren der Straße häufen sich besonders in den frühen Nachmittagsstunden. Das ist ganz deutlich in den Unfallzahlen ablesbar. Autofahrern sollten daher immer darauf gefasst sein, dass ein Kind unverhofft die Straße überquert“, gibt Hesse zu bedenken.

Viele Schüler sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Auch hier lauern Gefahren, vor allem beim Ein- und Aussteigen. „Das Benutzen von Bussen und Bahnen sollte speziell Erstklässlern nicht gleich allein zugemutet werden“, empfiehlt Torsten Hesse.

Schulkinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, sollten den Weg ganz genau kennen und sicher mit ihrem Fahrrad umgehen können. Ein verkehrssicheres Rad und ein Fahrradhelm sind hoffentlich für Kind und Eltern selbstverständlich.

Andrea T. | | Quelle:

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