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 | Bildquelle: © S. Blume / Landratsamt Wartburgkreis

Beschreibung:
Bildquelle: © S. Blume / Landratsamt Wartburgkreis

Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen

Informationen zum Projekt

Laufzeit: Juni 2016 – Juni 2018
Projektträger: Wartburgkreis + Eisenach
Gefördert durch: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Worum geht es?
Wie viele ländliche Regionen in Deutschland ist auch die Wartburgregion (Wartburgkreis + Eisenach) vom demografischen Wandel betroffen. Das bedeutet, dass immer weniger Menschen in der Region leben und die Einwohner tendenziell immer älter werden. Die Folgen sind bereits heute deutlich spürbar: es wird schwieriger die Versorgung der Menschen zu gewährleisten. Kleinere Geschäfte und Einrichtungen schließen und die Einwohner müssen weite Wege in Kauf nehmen, um ihre Einkäufe oder Bank- und Arztbesuche zu erledigen. Dabei sind viele, insbesondere ältere Menschen, aber auch Kinder und Jugendliche, auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Die Anforderungen an Nahversorgung und Einrichtungen der Daseinsvorsorge und das Mobilitätsverhalten verändern sich. Damit der ländliche Raum für Jung und Alt weiterhin attraktiv und lebenswert bleibt, muss das Angebot diesen veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat daher ein bundesweites Modellvorhaben zur Sicherung der Versorgung und Mobilität ins Leben gerufen, für das sich die Wartburgregion als eine Modellregion qualifiziert hat.

Wie gehen wir vor?
Zunächst wird die Situation in der Wartburgregion im Hinblick auf die Versorgung und das Mobilitätsangebot untersucht. Dabei geht es nicht nur um die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs, sondern auch um die Ärzte, Apotheken, Schulen, Banken, das Freizeitangebot, die Vereine und alles, was sonst zum Leben dazugehört. Die Menschen in der Wartburgregion haben ganz unterschiedliche Anforderungen an Versorgung und Mobilität. Nur wenn sie ihre Vorstellungen in die Planungen einbringen, können Projekte und Maßnahmen entwickelt werden, die ihren Bedürfnissen entsprechen und die am Ende genutzt werden. Deshalb spielt die Beteiligung der Einwohner eine große Rolle im Modellvorhaben. Sie haben die Möglichkeit in Befragungen, Workshops und in einem Online-Beteiligungsprozess zu sagen, wo die Versorgung schon gut funktioniert oder wo es Versorgungslücken gibt bzw. voraussichtlich zukünftig geben wird. Im Folgenden wird geschaut, wie sich die Versorgungssituation verbessern lässt. Dies kann beispielsweise geschehen, indem bestehende Versorgungseinrichtungen besser angebunden werden oder indem die Versorgung mobil organisiert wird. Wichtig ist dabei die Zusammenarbeit der Kommunen und der Einrichtungen, um Kräfte zu bündeln und Versorgungsdefizite besser ausgleichen zu können. Dabei sollen sogenannte Kooperationsräume entstehen – also beispielsweise mehrere Ortschaften oder Gemeinden – in denen die Versorgung (neu) organisiert wird und gleichzeitig die Erreichbarkeit dieser Versorgungsangebote sichergestellt wird.

Dabei ist auch ein Pilotprojekt vorgesehen. Das heißt, es wird in einem Kooperationsraum vom Bund Geld zur Verfügung gestellt, um beispielsweise ein Dorfauto oder einen Bürgerbus einzurichten und zu betreiben. Das ist eine gute Möglichkeit für die beteiligten Kommunen, neue Konzepte zu erproben. Am Ende des gesamten Prozesses soll ein Umsetzungskonzept, eine Zukunftsstrategie „Daseinsvorsorge und Mobilität“ entstehen, mit konkreten Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Finanzierungsmöglichkeiten.

2. Der Beteiligungsprozess

Warum ist die Beteiligung wichtig?
• Einbindung der Bevölkerung während des gesamten Modellvorhabens
• Berücksichtigung verschiedener Nutzer- und Zielgruppen (Familien, Jugendliche, ältere Menschen etc.)
• Regionsspezifische Abfrage von Bedürfnissen und Anforderungen an Versorgung und Mobilität
• Einbeziehung „weicher“ Faktoren (wie Zugehörigkeitsgefühl oder bestehende Versorgungsbeziehungen) bei der Planung von Kooperationsräumen
• Gemeinsame Erarbeitung von Lösungsansätzen und deren konkreter Umsetzung

Wie läuft die Beteiligung ab?
Seit September ist die Internetseite www.wartburgregion-gestalten.de online, die aktuelle Informationen und Termine vermittelt und über die sich jeder mit seinen Vorstellungen in das Projekt einbringen kann. Über mehrere Wochen fanden eine Bürgerbefragung zur Versorgung und Mobilität und eine Jugendbefragung zu den Freizeiteinrichtungen und –angeboten in der Region statt. Die Bürgerbefragung wurde im Kreisjournal veröffentlicht. Parallel dazu konnte man über die Internetseite an der Befragung teilnehmen. Die Jugendbefragung fand in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt statt und lief ebenfalls über die Internetseite.

Noch bis zum 31.01.2017 gibt es die Möglichkeit der Beteiligung am Online-Dialog und der Mitmach-Karte auf der Plattform www.wartburgregion-gestalten.de.

Nach erfolgter Registrierung (mit einer Emailadresse) kann der Nutzer
• seinen persönlichen „Aktionsraum“ mit farbigen Pins in eine Karte eintragen (wo gehe ich zum Arzt, zum Einkaufen, welche Busse nutze ich etc.)
• Kommentare, Anregungen usw. in einem Diskussionsforum hinterlassen

Für die Teilnahme gibt es tolle Preise, wie ein Samsung Tablet, ein Wochenende im Haus Hufeland sowie 3 x 2 Thüringen Cards zu gewinnen!

Im Januar finden Beteiligungsworkshops in der Region zu den Themen Gesundheit, Versorgung, Freizeit und Bildung, immer mit Blick auf die Erreichbarkeit der wichtigen Einrichtungen, statt:
25.01. ab 18:30 Uhr in Bad Salzungen
26.01. ab 18:30 Uhr in Eisenach
In den Workshops werden Versorgungslücken und die Versorgungsstandards in der Region diskutiert. Hier kann sich jeder einbringen. Nähere Informationen/ Einladungen folgen Anfang Januar.

Im Februar finden jugendspezifische Workshops für die SchülersprecherInnen des Wartburgkreises und der Stadt Eisenach statt. Diskutiert werden u.a. deren Anforderungen an das Freizeit- und Versorgungsangebot der Jugendlichen und die Erreichbarkeit.
22.02. in Eisenach
23.02. in Bad Salzungen
Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses fließen in die Analyse des Ist-Zustands ein. Im weiteren Verlauf des Vorhabens wird es dann weitere Beteiligungsveranstaltungen und eine zweite Online-Dialogphase geben. Hier werden u.a. die möglichen Kooperationsräume und konkrete Maßnahmen und Umsetzungsideen diskutiert.

3. Die Bürgerbefragung
• Laufzeit 27.09.-30.11.2016
• Fragebogen erschienen im Kreisjournal WAK und online unter www.wartburgregion-gestalten.de
• Hinweise in der lokalen Presse und im digitalen Amtsblatt der Stadt Eisenach
333 Teilnehmer aus der ganzen Region
• Alter der Teilnehmer ausgewogen: 23% der Befragten unter 18 und 34% über 50 Jahre

4. Die Jugendbefragung
• Laufzeit 21.10.-30.11.2016
• in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt (Ziel: u.a. Informationen zur Nutzung von Jugendeinrichtungen und Erreichbarkeit)
• Information über die Schulen
• online unter www.wartburgregion-gestalten.de
2.393 Teilnehmer

5. Ziehung der Gewinner
Preise der Verlosung:
10x Bücher „Wartburgregion entdecken“ für die Bürgerbefragung
10x Freikarten für einen Tagesaufenthalt im Freizeitbad „aquaplex“ in Eisenach für die Jugendbefragung
Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt

Hier der Link zur vollständigen Pressemitteilung mit Grafiken: http://www.wartburgkreis.de/fileadmin/redaktion/Neuigkeiten/Nachrichten/2016-12-22_Modellvorhaben.pdf

Foto: auf dem Bild Ariane Ruff die beim Landratsamt Verantwortliche (Kreisplanung)  für das Projekt und Landrat Reinhard Krebs beim Ziehen der Gewinner.

Andrea T. | | Quelle:

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