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Ratgeber Gebrauchtwagenkauf

Mit der Zunahme des Tageslichts entstehen wieder die Träume nach einem tollen Auto. Wenn es nicht neu sein muss, hält der Gebrauchtwagenmarkt eine Fülle von Angeboten bereit. Doch Vorsicht: In letzter Zeit werden verstärkt Urkunden wie TÜV-Bescheinigungen und andere Fahrzeugdokumente gefälscht.

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen will, der möchte sich damit natürlich kein Sorgenpaket einhandeln. Doch was gibt beim Kauf eines neuen „Gebrauchten“ wirklich Sicherheit?

Normalerweise sichern eine aktuelle TÜV-Bescheinigung und ein Gebrauchtwagenzertifikat zusammen mit einem schriftlichen Kaufvertrag den Kauf ab,

erklärt der Fahrzeugexperte Achmed Leser. Aber auch diese Urkunden und Dokumente sind heute nicht immer echt. Geschichten über gelinkte Fahrzeugkäufer gibt es zahlreiche. Neuerdings ist die Ursache häufig eine gefälschte Bescheinigung über die Hauptuntersuchung. Meist erfährt der Käufer das erst beim Zulassen des Fahrzeugs, bei einer Verkehrskontrolle oder beim nächsten Werkstattbesuch und wird dann mit einem Verfahren wegen Urkundenfälschung konfrontiert.

Eine gefälschte Hauptuntersuchung zu erkennen, ist nicht ganz einfach, weiß Achmed Leser.

Sehen Sie sich genau die Plakette an. Die Ziffern sollten leicht erhaben sein. Außerdem sollten die Käufer darauf bestehen, vom Verkäufer den originalen Prüfbericht zu bekommen.

Im Zweifelsfall hilft die Überwachungsorganisation, welche die Untersuchung durchgeführt haben soll. Mit Hilfe der Fahrgestellnummer lässt sich dort sofort feststellen, ob Prüfdaten vorliegen oder nicht.

Unabhängig davon empfiehlt Achmed Leser daher, einen Autokauf sorgfältig zu planen und nicht unter Zeitdruck durchzuführen. Dazu gehören:
• Nehmen Sie zum Verkaufsgespräch einen Zeugen mit.
• Lassen Sie sich alle Dokumente und Prüfprotokolle zeigen.
• Machen Sie unbedingt eine Probefahrt.
• Lassen Sie sich alle Fahrzeugschlüssel aushändigen und vermerken Sie dies im Kaufvertrag.
• Fragen Sie nach der Geschichte des Fahrzeugs (Vorbesitzer, Schäden, Unfälle).
• Überprüfen Sie die Aussagen des Verkäufers anhand einer eingehenden Fahrzeugbesichtigung (Dellen, Farbunterschiede im Lack, Kratzer, Geruch im Fahrzeug, Tachostand).
• Ein stark abgenutzter Sitz bei weniger als 100.000 km Fahrleistung ist erklärungsbedürftig und weist eher auf Tachoschwindel hin. Lassen Sie sich die Kilometerleistung schriftlich zusichern.

Grundsätzlich gilt: Folgen Sie Ihrem gesunden Menschenverstand. Wenn Ihnen am Verkäufer oder am Fahrzeug etwas merkwürdig vorkommt, dann sollte man lieber darauf verzichten oder einen Profi, z.B. vom TÜV Thüringen, zu Rate ziehen. Die größtmögliche Sicherheit beim Autokauf bietet natürlich ein Gebrauchtwagen-Zertifikat, beispielsweise vom TÜV Thüringen.

Andrea T. | | Quelle:

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  • commentatore

    Heute schätzt man, dass schon an jedem Dritten (!) Gebrauchtwagen der Tachostand manipuliert wurde (natürlich nach unten). Vor diesem Hintergrund sollte man wohl tatsächlich nur Fahrzeuge mit TÜV- (oder GTÜ- etc.) Zertifikat kaufen. – Warum wird eigentlich gleichzeitig praktisch nie jemand in den Knast geschickt bzw. sonst überhaupt bestraft bei so vielen Manipulationsbetrügern??!

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