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Selbstüberschätzung führt immer wieder zu tödlichen Unfällen

Thüringer Motorradtage – Behutsam in die Saison starten: Unfallexperte Achmed Leser warnt im Vorfeld der Thüringer Motorradtage sowie der bevorstehenden Zweiradsaison vor Selbstüberschätzung und mahnt zu gegenseitiger Rücksichtnahme. Glücklicherweise sind im vergangenen Jahr weniger motorisierte Zweiradfahrer tödlich verunglückt, dennoch ließen allein im Zeitraum Januar bis November 592 Motorradfahrer auf deutschen Straßen ihr Leben.

Gespannt wartet die Motorradfahrgemeinde auf die ersten Sonnenstrahlen. Zu Beginn des Jahres machen indes regionale Motorradmessen Geschmack auf Chrom, Lack und Leder – so auch die Thüringer Motorradtage am kommenden Wochenende in Erfurt. Wenn im März die ersten Motorräder mit Saisonkennzeichen wieder am Straßenverkehr teilnehmen, häufen sich erfahrungsgemäß die Verkehrsunfälle mit Beteiligung motorisierter Zweiräder. Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen legt Motorradfahrern nahe, behutsam in die Saison zu starten.

Oftmals führt Selbstüberschätzung nach der langen Winterpause zu folgeschweren Unfällen, so Leser.

Wie gefährlich Motorradfahren ist, zeigt die Verkehrsunfallstatistik 2016. Besonders deutlich wird die Tragweite beim Vergleich der tödlich verunglückten Auto- und Kradfahrer mit den Zulassungszahlen. In der Bundesrepublik sind etwa 45,8 Millionen Pkw und 4,3 Millionen Krafträder angemeldet. Laut dem Statistischen Bundesamt waren in den ersten 11 Monaten des vergangenen Jahres insgesamt 1419 getötete Pkw-Insassen zu beklagen. Im gleichen Zeitraum kamen allerdings 592 motorisierte Zweiradfahrer und deren Mitfahrer bei Verkehrsunfällen zu Tode. Besonders hoch war dabei der Anteil der getöteten Fahrer beziehungsweise Soziusfahrer schwerer Maschinen mit amtlichen Kennzeichen. Im angegeben Zeitraum bezahlten 528 Menschen in diesem Segment ihre Zweiradpassion mit dem Leben. Das waren zwar 15,7 % (98 Personen) weniger als ein Jahr zuvor, dennoch machte ihr Anteil im Vergleich über ein Drittel der getöteten Pkw-Fahrer aus. Darüber hinaus wurden laut Statistik 64 Fahrer und Mitfahrer von Krafträdern mit Versicherungskennzeichen getötet, was einem Zuwachs von 8,5 % (5 Personen) gegenüber dem gleichen Zeitraum 2015 entspricht. Mehr als jeder zweite Mofa- und Kleinkraftradfahrer verunglückte dabei innerorts tödlich.

Unfallexperte Achmed Leser appelliert an die gegenseitige Rücksichtnahme.

In den Monaten März und April rechnen viele nicht mit den wieder am Straßenverkehr teilnehmenden Motorradfahrern und übersehen diese schlichtweg. Die Folge sind steigende Unfallzahlen mit Personenschaden, gibt Unfallexperte Leser vom TÜV Thüringen zu bedenken. Kommt es zum Unfall, erleiden Motorradfahrer beziehungsweise deren Soziusfahrer teilweise schwerste Verletzungen oder kommen gar zu Tode, betont Leser.

Er empfiehlt den Zweiradfahrern, sich behutsam an das Fahrverhalten ihrer Maschinen heranzutasten.

Das Gefühl für Bremse und Kurvenfahren will über die lange Pause erst wieder erlernt werden.

Schlaglöcher sind eine besondere Gefahr für Zweiradpiloten, gerade in schlecht einsehbaren Kurven. Umso wichtiger, den Saisonstart behutsam anzugehen und den Gashahn im Zaum zu halten.

Faszination motorisierte Zweiräder auf den Thüringer Motorradtagen
Der TÜV Thüringen zeigt auf den Thüringer Motorradtagen am 18. und 19. März auf der Messe Erfurt, wie Fahrspaß und Verkehrssicherheit zusammengehen. Zu sehen gibt es zwei Harley-Davidson, ein Modell von der Stange und ein Customized-Umbau. Motorradbegeisterte können zudem ihr Fahrgeschick an einem Motorradsimulator testen und ein Fahrsicherheitstraining gewinnen. Außerdem gibt es Informationen zum TÜV Thüringen Motorrad-Aktionstag am 6. Mai in Apolda.

Andrea T. | | Quelle:

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