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Unerlaubtes Radfahren in der Fußgängerzone – Verstärkte Kontrollen!

In der Eisenacher Fußgängerzone im Stadtzentrum (Karlstraße und Querstraße) werden das städtische Ordnungsamt und die Polizeiinspektion ihre gemeinsamen Kontrollen jetzt verstärken. Grund dafür ist, dass das unerlaubte Radfahren tagsüber in diesem verkehrsberuhigten Bereich in den letzten Wochen und Monaten stark zugenommen hat.

Radfahren in der ausgewiesenen Fußgängerzone von Karl- und der Querstraße ist laut der gültigen Ausschilderung nur in den Abend- und Nachtstunden erlaubt – konkret von 19 Uhr abends bis 8 Uhr morgens. Aber auch dann haben hier die Fußgänger Vorrang und es ist vorsichtig zu fahren. Tagsüber darf nicht mit dem Fahrrad durch diese Straßen, die zugleich Hauptgeschäftstraße in der Eisenacher Stadtmitte sind, gefahren werden.

Bei wiederholten gemeinsamen Kontrollen mussten die Beamten der Polizei und die Mitarbeiter des Ordnungsamtes immer wieder zahlreiche Radfahrer anhalten und verwarnen. Trotz dieser Kontrollen fahren jedoch weiterhin tagsüber nicht wenige Radler zwischen den Fußgängern durch die Fußgängerzone.

Die Sicherheit steht hier an erster Stelle. Die Radfahrer fahren oft rasanten und in Schlängellinien zwischen den Passanten entlang. Schnell könnten hier Menschen zu Schaden kommen, die auf den Schutz des verkehrsberuhigten Bereiches vertrauen, sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Sie appelliert deshalb nochmals an alle Radfahrer, die ausgeschilderten Verkehrsregelungen zu beachten. Um dies zu unterstreichen, soll jetzt verstärkt kontrolliert werden. Die Stadtverwaltung hatte im August 2014 das Radfahren in der Karl- und Querstraße in den Abend- und Nachtstunden ermöglicht.

Wir wollen eine fahrradfreundliche Kommune sein. Es wäre schade, wenn wir hier wieder eine Möglichkeit für die Radler zurücknehmen müssten. Immerhin treffen ja im Stadtzentrum auch mehrere Fernradwanderwege aufeinander, hofft Katja Wolf auf mehr Einsicht der Radler.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Fußgänger

    Gute Sache?
    Während man sonst beobachten kann, dass selbst die Polizei entgegenkommenden Geisterfahrerradlern (enge Einbahnstraße ohne Sonderregelung) nur freundlich zuwinkt, wird jetzt auch mal kontrolliert, wenigstens in der Fußgängerzone. Sonst lässt sich die Polizei ja recht selten blicken in der City, hat wohl keine Zeit für solche „Lappalien“, muss Drogendealer suchen etc.
    Die Verkehrsregelallergie beschränkt sich allerdings keineswegs auf die Fußgängerzone. Wollte man das nennenswert verändern, bräuchte es mehr als eine zweistündige Aktion, man müsste wollen, auf mehrere Jahre angelegt entgegenzusteuern, die hierzu erforderlichen Ressourcen bereitstellen, etc. Dass das geschehen wird, ist wünschenswert, aber auch illusorisch? Nicht in Berlin. Da gibt es Fahrradstreifen der Polizei, nunmehr seit Jahren. Der Modellversuch scheint sich als Erfolg herauszustellen. Mehr Präsenz, mehr Hinweise, mehr „Verkehrserziehung“ bewirkt etwas. Könnte also auch hier funktionieren.
    Realistischer wäre es wahrscheinlich, die Altstadtbereiche, wo sich Fußgänger und der restliche Verkehr intensiv begegnen, zu einer „Begegnungszone“ umzugestalten. Das gibt es schon als Modellversuche hier und da. Eine Art große verkehrsberuhigte Zone. Die meisten Verkehrsschilder erst mall alle abschrauben. Alle sind gleichberechtigt, motorisierte und nicht motorisierte Fahrzeuge und Fußgänger, was alle dazu zwingt, gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Ist eine elegante Lösung, den begrenzten Raum dort gemeinsam zu nutzen, wo kein Platz ist für eine eigene „Fahrbahn“ für jeden.
    Interessant wäre allerdings einmal zu erfahren, wie hoch die von den Fußgängerzonenradlern ausgehende Gefahr tatsächlich ist oder ob das nur eine gefühlte Gefahr ist, eine Art Angst. In Den Haag etwa, nur als Beispiel, sind seeehr viele Fußgänger in den Einkaufsstraßen unterwegs und die Fahrradfahrer wuseln sich irgendwie ihren Weg durch die engen Lücken. Keiner schimpft, irgendwie funktioniert es – und mir ist die Stadt nicht als Ort des massenweisen Fußgängersterbens bekannt. Also einfach etwas entspannter werden und alles freigeben?
    Was die legalen Wege für Radler angeht scheint sich die Stadt noch nicht ganz einig zu sein, ob man nun, so wie es gerade modern ist, die Fahrradfahrer auf die Straße bringen (dazu muss man lediglich Markierungen auftragen, statt aufwendig Radwege zu bauen, das ist billig und angeblich sogar weniger gefährlich als Radwege!) oder ob man die Fußwege freigeben soll, wie jüngst wieder an der Wartburgallee (was eine gewisse Gefahr für die Fußgänger birgt? Was aber, mal ehrlich, keinen realen, sondern nur einen legalen Unterschied macht, weil in Eisenach die Fahrradfahrer sowieso ganz ungeniert auf allen Fußwegen fahren. Auf der Straße scheinen sie Angst zu haben, umgenietet zu werden. Da nieten sie lieber selber, dort wo sie sich als der Stärkere fühlen).

    • Die anderen haben auch Bremsen

      Also ich – als Fussgänger – kann in Eisenach keinem Radfahrer über 12 Jahren böse sein (unter 12 sowieso nicht, da legal ;-), der den Fussweg zum Rad fahren benutzt. Ich persönlich – als Radfahrer- fahre (seit DDR-Zeiten) auf der Straße. Allerdings bin ich auch ein verwegener, todesmutiger Fahrer, der den Nervenkitzel im heutigen Eisenacher Berufsverkehr sucht… Eine gewisse Kamikazeeinstellung braucht man da schon. Eine Steigerung gibt es eigentlich nur noch bei der Benutzung radwegefreier Ortsverbindungsstraßen….

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