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Warnstreiks beendet: Zugverkehr läuft schrittweise an

Nach Beendigung der bundesweiten Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) läuft der Zugverkehr im mitteldeutschen Raum seit 8 Uhr schrittweise wieder an. Zwischen 6 Uhr und 8 Uhr hatten Warnstreiks auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu erheblichen Beeinträchtigungen im Nah-, Fern- und Güterverkehr geführt. Mehr als zweihundert Lokführer hatten sich an den Ausständen beteiligt. Zahlreiche Züge waren insbesondere in den Eisenbahnknoten Leipzig, Erfurt, Dresden, Magdeburg, Halle und Chemnitz an den Bahnsteigen abgestellt worden.

Auswirkungen Nahverkehr: Rund 80 Prozent der zwischen 6 und 8 Uhr zu fahrenden Nahverkehrsleistungen von DB Regio waren vom Streik betroffen. Insgesamt kam es in dieser Zeit zu Ausfällen von rund 50 Nahverkehrszügen sowie zahlreichen Ausfällen auf Teilstrecken. Auf zahlreichen Verbindungen hatte DB Regio Busnotverkehre eingesetzt. Im Nah- und Regionalverkehr werden die Züge voraussichtlich am Nachmittag wieder fahrplanmäßig verkehren.

Auswirkungen Fernverkehr: Im Fernverkehr der Deutschen Bahn haben die Streiks zwischen 6 und 8 Uhr bei rund 15 Fernverkehrszügen zu Verspätungen bis zu 120 Minuten geführt. Acht Fernverkehrszüge konnten trotz des Streiks an ihren Zielbahnhof gefahren werden. Bis in die Abendstunden wird es beim Fernverkehr bundesweit zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen kommen. Denn auch nach Ende der Warnstreiks stehen die betroffenen Züge erst nach einigen Stunden wieder an den vorgesehenen Einsatzstellen zur Verfügung.

Um die Auswirkungen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten, setzt die DB mehrere Hundert zusätzliche Mitarbeiter ein. Verstärkt wurde vor allem das Service-Personal im direkten Kundenkontakt an den Bahnhöfen und bei der telefonischen Reisendeninformation. Auch in den Betriebszentralen und Transportleitungen, wo die Disposition von Mitarbeitern und Fahrzeugen erfolgt, sind zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz.

Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor der Fahrt über die konkreten Auswirkungen des Streiks zu informieren. Hierfür ist ab sofort bis auf Weiteres unter 08000996633 eine kostenlose Servicenummer geschaltet. Kunden im Ausland erhalten Informationen unter +491805334444 (Gebühren je nach Herkunftsland und Provider). Details sind auch unter www.bahn.de/aktuell oder für Nutzer von mobilen Endgeräten unter m.bahn.de/ris erhältlich.

Fahrgästen, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht antreten können, bietet die Deutsche Bahn aus Kulanz die Möglichkeit, ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstatten zu lassen. Alternativ können Reisende den nächsten, gegebenenfalls auch höherwertigen Zug nutzen. In diesem Fall wird bei Angeboten wie dem Sparpreis auch die Zugbindung aufgehoben. Für Zeitkarten gelten die tariflichen Umtausch- und Erstattungsbedingungen. Für Verbundfahrkarten gelten die Regelungen der jeweiligen Verkehrsverbünde.

Rainer Beichler | | Quelle:

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