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Zweite Bauetappe rund um die Uhr bis Ende November

Ausbau Eisenach-Gerstungen als Anschluss-Strecke für das neue ICE-Kreuz Erfurt  • Bahnübergänge zeitweise gesperrt

Im Streckenabschnitt Eisenach-Gerstungen soll bis zum Dezember 2017 die mögliche Geschwindigkeit in einzelnen Abschnitten auf bis zu 160 km/h angehoben werden. Die dafür notwendigen Baumaßnahmen sind Teil eines Gesamtpaketes, um die Aus- und Neubaustrecke Nürnberg–Berlin (VDE8) mit ihrer Inbetriebnahme Ende 2017 optimal in das vorhandene Bahnnetz eintakten zu können. Dazu gehört auch der derzeit laufende Ausbau des benachbarten Streckenabschnitts Erfurt – Eisenach auf bis zu 200 km/h Geschwindigkeit.

Ziel dieser Baumaßnahmen sind es, Fahrzeit zu gewinnen, um im Knoten Erfurt einen zuverlässigen Takt mit allen Anschlussbeziehungen gewährleisten zu können.

Die derzeitige zweite Bauetappe findet zwischen Stedtfeld und Herleshausen vom 4.9.2017 bis zum 22.11.2017 statt. Die Anwohner der betroffenen Ortschaften wurden hierüber vor Baubeginn mittels Postwurfsendung informiert.

In dieser Etappe wird jeweils ein Gleis in einer Richtung gesperrt und auf dem zweiten Gleis wird der Zugverkehr in beiden Richtungen abgewickelt. Am 22. Oktober erfolgt der Wechsel der Gleise. Auf einer Gesamtlänge von ca. 7 Kilometern wird das Gleis erneuert und die Gleislage optimiert. Das Schotterbett wird gereinigt und ebenfalls teilweise erneuert. Hierfür kommt Gleisbau-Großtechnik zum Einsatz. Diese Maschinen arbeiten sich zuerst von Stedtfeld nach Herleshausen, ab 22. Oktober dann in der Gegenrichtung voran. Der Einsatz der Großmaschinen ermöglicht eine stark verkürzte Bauzeit und damit auch eine geringere Dauer der entstehenden Beeinträchtigungen. Die vorhandene Oberleitungsanlage wird gleichzeitig auf den europäischen Standard umgebaut.

Die Bahnübergange bei Stedtfeld (Zufahrt Klärwerk), Hörschel (Rennsteigstraße), L3251 (Verbindungsstraße Herleshausen–Wartha), Herleshausen (Lauchröder Straße und Hahnhofsweg) werden ebenfalls erneuert. Sie sind in der Zeit vom 18. September bis 22. November in Abstimmung mit der zuständigen Straßenbehörde und öffentlichen Busunternehmen zeitweise gesperrt. Entsprechende Umleitungen sind hergerichtet und ausgeschildert.

Im Haltepunkt Hörschel wird in der Zeit vom 4. September bis 22. Oktober der Bahnsteig 2 (Richtung Gerstungen) erneuert.

Insgesamt werden bei diesem Bauabschnitt in den drei Monaten der Bauzeit ca. 8 Millionen Euro umgesetzt.

Im Bereich der Ortslagen Stedtfeld, Hörschel, Lauchröden, Wartha und Herleshausen kommt es leider zu unvermeidlichen Lärmbelästigungen durch Bauarbeiten. Die Bauarbeiten erfolgen schwerpunktmäßig tagsüber an Werktagen. Jedoch sind auch Arbeiten an Wochenenden und Feiertagen sowie in der Nacht im eingeschränkten Maße erforderlich.

Zur Sicherung der Arbeitskräfte gegen die Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb (Zugfahrten im Betriebsgleis) kommen automatische Warnsysteme (AWS) zum Einsatz. Diese Warnsignalgeber geben ein akustisches Warnsignal für die Dauer von 5 Sekunden. Um die Hörbarkeit des Warnsignals zu gewährleisten, muss dieses mindestens 3 dB(A) über dem aktuellen Störschallpegel in der Arbeitsstelle liegen. Gleichzeitig werden aus arbeitsschutzsichernder Sicht Blitzleuchten eingeschaltet bis der angekündigte Zug auf dem Gegengleis die Stelle passiert hat. Die akustischen Warnsignalgeber arbeiten mit dem Effekt der automatisch proportionalen Warnsignalpegelanpassung, wobei sich die notwendige Warnlautstärke dem jeweiligen Umgebungslärm anpasst. Die Anpassung der Lautstärke erfolgt individuell in jedem einzelnen Horn und nicht in einer Zentrale. Daher ist auch auf Baustellen mit unterschiedlichen Geräuschpegeln ein Warnsignal immer deutlich zu hören.

Bei hohen Lärmpegeln wie Bettungsreinigung, Einschottern, Schienenwechsel etc. ist somit an der Warnanlage mit Schallpegeln von über 100 db(A), teilweise aber auch darüber, zu rechnen. Eine Verwendung von z.B. mobilen Lärmschutzwänden ist auf Grund der Tallage sowie der auseinandergezogenen Baustelle nicht möglich.

Bei den drei Totalsperrungen am 16./17. September, 21./22. Oktober und 21./22. November 2017 wird, da kein Zugverkehr stattfindet, die AWS nicht eingesetzt.

Für diese Beeinträchtigungen bitten wir um Verständnis.

Begleitend wurde für diese Baumaßnahme ein Lärmschutzbeauftragter eingesetzt. Hier stehen Ihnen unser „Baulärm- und Erschütterungsverantwortlicher“ gern zur Verfügung.
Herr Kramer bzw. Herr Hein
Telefon: 01522/3210723
Mail: v200-laerm@mail.ibeka.de

Alle unmittelbar betroffenen Anwohner wurden darüber bereits mittels Postwurfendung am 05.09.2017 informiert. Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren waren öffentlich ausgelegt. Die getätigten Stellungnahmen und Einwendungen sind in den Abwägungsprozess eingegangen, entsprechende Festlegungen sind im Planfeststellungsbeschluss formuliert, der auch wiederum öffentlich ausgelegt wurde. Der Beschluss wurde in der Planung und Realisierung vollständig berücksichtigt. Im Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens wurden z.B. Maßnahmen des passiven Schallschutzes zur Minderung des „normalen“ Schienenverkehrslärms an zwei Gebäuden im OT Hörschel festgeschrieben. Diese werden nach Abschluss der Baumaßnahme realisiert. Die betroffenen Anwohner sind informiert.
Informationen zum Bauvorhaben auch unter: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/eisenach-gerstungen

Andrea T. | | Quelle:

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