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270000 m³ Wurf- und Bruchholz durch «Emma»

Das Sturmtief «Emma» verursachte in Thüringen deutlich weniger Waldschäden als knapp ein Jahr zuvor «Kyrill». «Mengenmäßig sind wir relativ glimpflich davongekommen», erklärt der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar.

Insgesamt schätzen die Forstämter den Wurf- und Bruchholzanfall auf etwa 270000 m³ Holz und damit auf ca. 10 % der Kyrill-Mengen. «Aber auch wenn diese Menge zunächst vergleichsweise gering anmutet: «Die Förster Thüringens stehen nun abermals vor einer riesigen Zusatzaufgabe», so der Minister. Aufarbeitung der neuen Waldschäden, Wiederaufforstung der von Kyrill verursachten Kahlflächen, Suche nach Borkenkäferbefallsstellen, regulärer Laubholzeinschlag – jede Aufgabe für sich schon ein Zeit füllendes Programm -müssten nun gleichzeitig und parallel durchgeführt werden. Je nach Ausgangslage und Dringlichkeit werden nun unterschiedliche Prioritäten gesetzt werden müssen. Der Koordinations- und Kontrollaufwand wird durch die neuen Waldschäden überproportional steigen, denn abermals sind es vor allem die über die gesamte Nadelholzfläche verteilten Einzelbrüche, die aufwendig gesucht, aufgearbeitet und gerückt werden müssen. Liegenlassen ist in Zeiten drohender Borkenkäfervermehrungen keine Alternative.

Minister Dr. Sklenar mahnt alle im Wald Tätigen, dass trotz des Zeitdrucks in den kommenden Wochen die Unfallvermeidung im Vordergrund stehen muss. Die Arbeit am Windwurf ist besonders gefahrenträchtig. Die Waldbesitzer sind aufgerufen, mit den nun anstehenden Aufgaben ebenso umsichtig umzugehen, wie mit der Bewältigung der Schäden nach «Kyrill» im vergangenen Jahr.

Waldbesucher bittet das Ministerium um Verständnis, dass erneut die Wege in Anspruch genommen werden müssen, die ohnehin durch die Witterung der vergangenen Wochen (kein Frost) in keinem sehr guten Zustand waren. Nicht überall können die Wege wieder sofort in Ordnung gebracht werden.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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