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50-jähriges Werkstattjubiläum

Im Oktober 2016 jährte sich in Eisenach nun zum 50. Mal der Tag, an dem zum ersten Mal zwölf Menschen mit einer geistigen Behinderung zur Arbeit gehen konnten. Sie erhielten alle einen „Sonderlehrvertrag“ und einen Betriebsausweis wie die Kolleginnen und Kollegen der FER-Betriebsberufsschule (Fahrzeugelektrik Ruhla). Diese Menschen mit einer Behinderung, ihre Eltern und Angehörigen waren stolz und voller Erwartungen.

Der 20.10.1966 war der Starttag eines damals besonderen Prozesses. Bereits ein Jahr später wurden nochmals zwölf Menschen mit einer Behinderung aufgenommen.
Maßgeblich Anteil an der Entwicklung hatte Günther Wilhelm als Leiter des Rehabilitationszentrums. Ein Meilenstein war die Übergabe des Rehabilitationszentrums am
6. Oktober 1981 als erste geschützte Werkstatt des damaligen Kreises Eisenach. Die Produktionsstätte in Stockhausen übernahm bis Dezember 1989 die vollständige Montage
der in der DDR gängigen Fahrradscheinwerfer (ca. 15.000 Stück täglich) und der bekannten Rundumkennleuchte (bis zu 800 Stück täglich). Hierbei wurden Möglichkeiten zur
Persönlichkeitsförderung und zur beruflichen Entwicklung für behinderte Beschäftigte geschaffen. Bis 1990 bot diese Werkstatt Arbeits- und Ausbildungsplätze für 100 Menschen
mit Behinderung.

Ab 1990 wurde der Diako-Verbund-Eisenach gem. GmbH. gegründet. Die Arbeitsbereiche Holzver- und bearbeitung, Textil, Ton/Keramik, Montage und Verpackung, Elektromontage, Metallver- und bearbeitung, Garten- und Landschaftspflege und Hauswirtschaft sowie ein Arbeitstrainingsbereich wurden geschaffen. Die Werkstätten der Diako Thüringen gem. GmbH beschäftigen heute etwa 780 Menschen mit einer Behinderung.

Die Werkstätten waren und bleiben ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Sie befähigen Menschen mit Behinderung ein aktiver Teil der Gemeinschaft zu sein und volkswirtschaftliche Beiträge zu leisten. Die Werkstätten sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer Region und auch darüber hinaus.

Andrea T. | | Quelle:

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