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Anja Müller /MdL DIE LINKE an der Seite der K&S Beschäftigten

Das Zeichen einer Menschenkette für die Bergbauregion hat die volle Unterstützung der Landtagsabgeordneten Anja Müller. Seit Beginn ihres Landtagsmandates wirbt die Abgeordnete für die Region, und  auch für die Beschäftigten in der Kaliindustrie in Erfurt.

Bereits am vergangenen Freitag hatte Müller den Betriebsrat Harald Döll über ihr kommen informiert. Neben Müller wird auch die Fraktionsvorsitzende der Linken im Thüringer Landtag Susanne Hennig-Wellsow daran teilnehmen. Das macht deutlich, mit welcher hohen Priorität das Themenfeld mittlerweile bearbeitet wird, und dies freut Müller außerordentlich.

Besonders  deutlich wird dies, so die Abgeordnete, auch dadurch, dass erstmalig der Ministerpräsident einen Kali-Gipfel in Planung hat. Das ist wohl einmalig und macht schon stolz, so Müller. Die Landesregierung bekennt sich zu den Beschäftigten und zu der über 100-jährigen Bergbautradition in der Werraregion, aber man muss auch den Vorstand des Konzerns in die Pflicht nehmen und auch dieser muss sich klar und deutlich zur Region und zum Werk Werra bekennen, so Müller weiter.

Zum Abschluss betont die Abgeordnete:

Wie bereits bei unserem Werksbesuch im Juni diesen Jahres in Unterbreizbach ist der Dreiklang aus Arbeitsplatzsicherung, Ökonomie und Ökologie die Forderung an die Konzernspitze und dabei kann die Region auf die Unterstützung, sowohl der Abgeordneten rechnen, als auch auf die Landesregierung.

Andrea T. | | Quelle:

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  • vigilando ascendimus

    Was soll denn das? Die „Linken“ (und leider auch einige „Schwarze“ – Der SED war die Natur ja schon immer egal, darüber kann Stasi-Kuschels scheinheilige Unterstützung der Umweltprotestbewegung im Werratal nicht hinwegtäuschen) unterstützen einer Menschenkette, die im E r g e b n i s letztendlich f ü r eine stärkere Werraversalzung und für die Weiterführung der Laugenversenkung und damit für eine Verseuchung von Trinkwasserquellen (Brunnenvergiftung) eintritt! Welches Sprachrohr haben eigentlich die kommenden Generationen, die die nächsten Jahrhunderte mit den Folgen leben müssen, in der gegenwärtigen hessischen und thüringischen Politik?

    Wo sind die sogenannten „Grünen“ in den Landesregierungen von Hessen und Thüringen? Ist ihr vorgegebener Eintritt für die Erhaltung unsere natürlichen Lebensbedingungen auch nur reine Propaganda?

    Bei allem Verständnis für die Arbeiter, die um ihre Arbeit und ihr Einkommen bangen, aber sollte man für sie nich schon jetzt eine eine Perspektive nach der Kalizeit aufzeigen und aufbauen. Angeblich sind schon 2035 die Lagerstätten ausgebeutet. Bis dahin sind es keine 20 Jahre mehr!

    • Landkreisbewohner

      Jahrelang kämpften die Linken vehement für die Werra und gegen die Entsorgungspraxis von K+S. Nun schwimmt Frau Müller mal eben gegen den langjährigen politischen Kurs ihrer Partei. Entweder hat sie mal wieder irgendwas falsch verstanden oder ihr politisches Lager gewechselt.

      • vigilando ascendimus

        Nein, die Parteidirektive hat sich geändert! Die SED-PDS-Linkpartei-Linke ist nach wie vor eine Kaderpartei – Da wird das Denken der Mitglieder ein stückweit vorgegeben.

        Bodo Ramelow („Die Linke“): „Ökonomische und ökologische Fragen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen in Einklang gebracht werden.“ (Thüringer Allgemeine 05.09.2016 -Soso!)

        Er solidarisiert sich jetzt mit den Bergleuten, die „mit einer Menschenkette … erreichen [wollen], dass die Behörden flexible Regelungen [zur Laugenversenkung und Salzeinleitungen] zulassen und Produktion nicht zusätzlich gedrosselt werden muss“ (Thüringer Allgemeine 05.09.2016). Und Frau Sigismund [Grüne – bekannt für das Brennverbot] läuft ihm im Bergwerk brav hinterher [siehe Bild ebenda]

        Ramelow wird diesbezüglich auch von MdB Christian Hirte (CDU) assistiert, der meint, dass „wir [..] nicht mit überzogenen Umweltstandarts die Grundlagen unseres Wohlstandes ruinieren“ (TLZ 05.09.2016) sollten.

        Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen, wie macht man das in diesem Fall: Sollte man nicht vielleicht einfach für die 28(!) gefährdeten Trinkwasserbrunnen die Salz- und Schadstoffgrenzwerte erhöhen? Flankiert vielleich durch eine Werberaktion „Salzwasser trinken ist gesund!“ ?

        Der Sozialismus in der DDR hätte solche Anworten gehabt!

      • Städter

        Das Problem ist doch, dass man es nicht mit einem Problem, sondern mit zweien zu tun hat, die sich gegenseitig beeinflussen. Frau Müller spricht von einem „Dreiklang“ – ich sehe eher einen Zweiklang, aus Ökologie und Ökonomie. Die Arbeitsplatzsicherung ist „nur“ Folge der Ökonomie. Jedenfalls darf man durchaus wollen, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben, während man gleichzeitig gegen eine weitere Versalzung der Umwelt, in der auch die Arbeitskräfte leben, eintreten darf.
        Und wie bringt man beides in Einklang? Das muss zuerst K&S tun. Die müssen einen Teil der Milliarden, die sie mit dem Abbau verdient haben, in Umweltschutztechnologie investieren. Das wurde zu lange versäumt. Und die sollen aufhören, die Bevölkerung mit ihrer „wenn-es-uns-zu-teuer-wird-dann-schmeißen-wir-alle-raus“-Hysterie einzuschüchtern. Die Verwaltung muss auf der Einhaltung von Grenzwerten beharren. Und die Politik muss den Beteiligten goldene Brücken bauen, über die sie gehen können. (Und die Politik sollte außerdem zu den Grenzwerten stehen, die sie selbst beschlossen hat, Hallo Herr Hirte).
        Was passiert eigentlich mit den Abraumgebirgen, wenn K&S mal dicht gemacht haben wird? Lassen die den Dreck dann einfach dort „liegen“ und warten, bis in ein paar hundert Jahren der Regen alles weggeschwemmt hat? Oder mussten die Rücklagen bilden?

        • Felix Berg

          Richtig, K&S ist dafür Haftbar mit samt ihren Aktionären, wer Schaden anrichtet muss ihn beseitigen. Da Gewinne in einem Briefkasten Panama liegen könnten darf eine Insolvenz hier nicht greifen.

      • Prinz Karneval

        Da hätte ich eine interessante Idee: Es gibt eine zweite Menschenkette für die Umwelt – gegen die weitere Versalzung der Werra und der Vernichtung des Grundwassers. Da muss sich der geneigte Wählerstimmen hinterher hechelnde Berufspolitiker nach dem Motto: „ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht“ entscheiden für oder gegen was man demonstriert. Wahlweise wechselt man im 30min -Takt zwischen den Menschenketten…

    • Felix Berg

      Das ist so nicht ganz Richtig, in der DDR kamen alle Transporte über 50 km auf die Schiene, der Sondermüll landete nicht Nachts in Talsperren oder Wäldern, dazu zählt auch der Giftmüll aus Spanien oder Italien. Der Thüringer Wald als Wasserspeicher gehört vergessen, der jener befindet sich abgesägt auf Transportern. Das wichtigste aber, dem Menschen wurde der Arbeitsplatz in der Region ( zu erreichen zu 100% mit öffentlichen Verkehrsmitteln) angeboten. Heute stehen den Arbeitnehmern erst einmal 150 Km fahren bevor im Schnitt und das auch wieder zurück. Was die grünen betrifft – da haben sie recht, das einzige was dieser Verein fertig bringt, die Kosten für jeglichen Umweltfrevel aus Wirtschaft und Industrie dem Bürger aufzuerlegen.

      • vigilando ascendimus

        Ich glaube, sie malen die DDR-Vergangenheit zu rosig und die Gegenwart bei allen gegenwärtigen Problemen zu düster.
        Ich weiß nicht wie alt Sie sind, aber erinnenern Sie sich noch an die Geschichte von dem westdeutschen Giftmüll auf einer DDR- Mülldeponie?

        Diente vielleicht die Werraversaltzung zu DDR-Zeiten dem Schutz der Staatgrenze West? (Verhinderung einer Eisschicht auf der Werra zum Rübermachen).

        Ein Vorzeigestaat in Sachen Umwelt war die DDR gewiss nicht.

        • Felix Berg

          Meine Angaben sind nicht rosig sondern waren Realität und jene war gut für die Umwelt. Es wurde zudem knall hart kontrolliert, im Gegensatz zu heute. Sie sollten ihren schwarzen Schleier anheben und sich mal kundig machen. Obwohl aus D nahezu alle Industrie die Schmutz macht nach Fern Ost verlagert wurde produzieren wir dennoch ein vielfaches der vorgegebenen Ziele. Man ging sogar dazu über Umweltanleihen von Nichtindustrielen Ländern zu erwerben. So erinnern sie mich an die Gattung der Realitätsverweigerer die es zuhauf unter den besonderen Diensten der DDR gab.

      • gugl

        Mehr Verkehr auf die Schiene ist ja nicht falsch. Sie lenken damit aber vom Thema ab, das da lautete: „Der SED war die Natur schon immer egal“. Dass das tatsächlich so war, kann man auch an einer Zahl ablesen: Zu DDR-Zeiten wurden dem Werrawasser 40 g Salz pro Liter zugemutet! Das ist maximaler Raubbau an Mensch und Natur. Dass sich Honni gleichzeitig gerne im Salonwaggon durch die Lande hat fahren lassen, ändert daran nichts.

        • Felix Berg

          Nun beantworten sie auch die Frage woher diese 40gr. Salz pro Liter gekommen sind, um dies zu verhindern hätte die Werra nach der Grenze aufgestaut werden müssen und zwar so hoch das die Brühe Thüringen nicht erreicht, über Fulda könnten sie dann heute mit einem Kahn fahren.

    • gugl
  • vigilando ascendimus

    Wie soll den Ihrer Meinung die Lösung aussehen?

    (unabhängig von der Schuldfrage – Wen Sie als Schuldigen ausmachen, war eigentlich schon klar)

    • Felix Berg

      Man kann nicht etwas tun um es dann anderen in die Schuhe zu schieben, dies verhalten ist Kindlich. Vor Fehlern ist keiner frei, allerdings stehen nur Personen mit Charakter dazu. Für eine Lösung des Problems Trinkwasser dürfte es zu spät sein, denn die Vorgänge im Erdreich sind nicht mehr aufzuhalten. K&S ist für die Trinkwasserversorgung der Region in Haftung zu nehmen , dies hätte es schon immer sein müssen. Wie K&S das anstellt – ihre Sache. Jeder Bürger der einen Tropfen Öl auf der Straße verliert muss für die Beseitigung zahlen.

  • gugl

    Und wie könnte eine Lösung denn nun aussehen? Verklappung in der Nordsee (über eine Pipeline, die direkt in die Nordsee führt, direkt – nicht indirekt über die Weser)? Nur so viel produzieren wie es die Gewässer gerade noch vertragen? Den Laden ganz dicht machen (und die Arbeiter nach Hause schicken)?

  • Bürger

    Ist die Menschenkette wirklich so skandalös, vigilando? Das Umwelt-Arbeitsplatz-Dilemma ist eine unendliche Geschichte. Ein ewiger Kampf. Nicht erst, seit in Hessen und Thüringen die Umweltministerien grün regiert werden, gab es immer wieder Zielvereinbarungen. Ich habe Mühe, das anhand von öffentlich zugänglichen Informationen nachzuvollziehen. Es gab Anrainerkonferenzen, Zielvereinbarungen, Förderungen, Maßnahmen, … . Soll es nicht bis 2021 endgültig aufhören, dass man die Lauge im Untergrund „verschwinden“ lässt? Und wird jetzt die Pipeline (in die Weser …) gebaut oder doch nicht? Sollen die Werra-Einleitungen auf lange Sicht nicht dramatisch reduziert werden? Oder soll jetzt doch eine Verdampfungsanlage gebaut werden, die die Pipeline überflüssig macht? Aktuell gibt es das – wirklich mutige – Regierungspräsidium in Kassel, das den Umweltaspekt sehr hoch ansetzt, Gefahren für die Trinkwasserversorgung ernst nimmt und bereits aktuell die Versenkung deshalb untersagt? Das zwingt nun K&S dazu, nur noch so viel zu produzieren, wie die Werra (bzw. der Grenzwert) es zulässt. Man ist also auch bei Niedrigwasser gezwungen, die Produktion zu drosseln. So lange es keine Alternative gibt. Muss deswegen vorübergehend Kurzarbeit angesetzt werden, dann springt die Allgemeinheit ein und fängt die Auswirkungen auf die Arbeitskräfte ein gutes Stück auf. Wir müssen aufhören, das eine gegen das andere auszuspielen. Die Menschenkette sollte möglichst lange werden. Und sie sollte für eine Zukunft eintreten, in der wir in Deutschland mit Industrieproduktion Arbeitskräfte beschäftigen können und dabei gleichzeitig die sinnvollen EU-Grenzwerte einhalten. Was für eine klare und einfache Formulierung in der EU-Wasserrahmenrichtlinie: Die Wasserqualität soll „gut“ sein – oder so ähnlich schlicht ist es dort formuliert. Und nur weil „die Linken“ jetzt mal K&S besuchen heißt das noch nicht, dass sie jetzt auf „Kuschelkurs“ sind. Herr Ramelow ist ein sehr sehr guter Mediator. Warten Sie’s mal ab, wie er die Situation löst.

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