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Arbeitsschutz beginnt mit sicherer Technik

Laut Jahresbericht der Arbeitsschutzbehörden des Freistaats Thüringen haben sich zwischen 1994 und 2008 die Anzahl der gemeldeten Arbeitsunfälle und der tödlichen Unfälle am Arbeitsplatz halbiert. Trotz dieser positiven Entwicklung sollte das Thema Arbeitsschutz nicht als lästige Vorgabe des Gesetzgebers angesehen werden. Immerhin starben 2008 in Thüringen 20 Menschen bei der Arbeit durch einen Unfall, 63 verletzten sich schwer und über 10000 weitere Arbeitsunfälle wurden registriert.

Der TÜV Thüringen engagiert sich seit Jahren mit Fachvorträgen auf dem Thüringer Arbeitsschutztag in Sachen Sicherheit am Arbeitsplatz. Auf der vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit initiierten Plattform tauschen sich einmal jährlich die Thüringer Arbeitsschützer untereinander über aktuelle Probleme und neue Regelungen aus. In diesem Jahr ist die Friedrich-Schiller-Universität in Jena Gastgeberin für den 18. Thüringer Arbeitsschutztag.

Arbeitsschutz beginnt mit sicherer Technik, das ist die Bilanz des TÜV Thüringen Sicherheitsreports 2010. Arbeitsschutzexperten des TÜV Thüringen verwiesen darauf, dass 2009 jeder zweite geprüfte Aufzug und jede fünfte geprüfte Industrieanlage Mängel aufwiesen. Von mängelbehafteter Technik gehen erhebliche Unfallgefahren aus. Durch regelmäßige Prüfungen können Mängel an technischen Anlagen frühzeitig erkannt werden und notwendige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen eingeleitet werden. Die unabhängige Drittprüfung gewährleistet für Unternehmer einerseits deren Anlagensicherheit und andererseits auch eine Rechtssicherheit. Er erbringt damit den Nachweis, dass er als Betreiber sowie Arbeitgeber alles erdenkliche für den Schutz von Leib und Leben der Nutzer seiner Anlage getan hat.

Neben sicherer Technik benötigen Unternehmen auch Fachkräfte, um die Arbeitssicherheit für die Mitarbeiter zu gewährleisten. Zur Aus- und Weiterbildung solcher Fachkräfte betreibt der TÜV Thüringen mit seiner TÜV Akademie ein Kompetenzzentrum Arbeitssicherheit auf Schloss Altenstein bei Bad Liebenstein. Die jahrelange hervorragende Ausbildung wurde jetzt mit der staatlichen Anerkennung als Ausbildungsstelle für die Fachkräfte Arbeitssicherheit gewürdigt. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit wird vom Unternehmer damit betraut, für die Einhaltung der Gesetze und Verordnungen zum Arbeitsschutz zu sorgen. Arbeitgeber erfüllen so ihre Sorgfaltspflicht gegenüber ihrem Personal sowie dem Gesetzgeber.

Rainer Beichler | | Quelle:

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