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Bau eines Staudamms soll Salzgehalt der Werra regulieren

Die Gemeinde Gerstungen und das Thüringer Umweltministerium planen den Bau einer sogenannten „Staubeckenregulierungsschleuse“, um den durch die Firma Kali + Salz GmbH verursachten Salzgehalt in der Werra zu regulieren.

Die Länder Thüringen und Hessen arbeiten schon seit längerem an der Ausarbeitung verschiedener Lösungen, um das Problem der Versalzung von Werra und Weser zu lösen. Der „Hessischer Stufenplan“ sowie der Bau zweier Pipelines waren dabei im Gespräch.

Nach neuen Diskussionen um dieses Thema meldete sich allerdings die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund zu Wort mit dem Bedenken, dass die Ausführung dieser Pläne zu viel Zeit in Anspruch nehmen würden.

„Wir müssen schneller handeln.“

, so Siegesmund. Deshalb hat sich ein Expertengremium nun auf den Bau eines Staudamms kurz vor Berka/Werra geeinigt. Diese Schleuse reguliert den Fluss der Werra und hemmt die Weiterverbreitung des Salzes.

„Im Prinzip wird das Wasser so lange gestaut bis der Salzgehalt an dieser Stelle auf einen Normalwert absinkt. Sobald das Wasser sauber ist, hebt sich die Schleuse und der Fluss kann normal weiter fließen.“

, so das Umweltmininisterium.

Was dieser Staudamm für die Anwohner der dahinter liegenden Orte in Hessen bedeutet, ist im Moment noch in der Simulation. Während die Werraaue bei Berka und Untersuhl genügend Ausgleichsflächen bietet, werden die Gemeinden Widdershausen und Heringen im hessischen neue Überflutungsflächen ausweisen müssen. Mögliche Folgen der Stauung der Werra ist die vorübergehende Trockenlegung natürlicher Biotope sowie die damit einhergehende Einschränkung der umliegenden Natur.

„Wir erwarten nicht allzu hohe Schäden. Genau vorhersagen können wir die Folgen einer solchen Flussstauung natürlich auch nicht.“

Der Bau des Staudamms soll noch im Juni 2016 beginnen und wird eine Zeit von ungefähr 18 Monaten in Anspruch nehmen.

Frank Bode |

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