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Bosch errichtet Batterie-Kompetenzzentrum in Eisenach

Die Robert Bosch GmbH wird in Eisenach ein Kompetenzzentrum zur Entwicklung und Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien für nicht-automobile Anwendungen errichten. Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig bezeichnete das Investment als eine «Entscheidung von großer struktur- und regionalpolitischer Bedeutung»: «Es war strategisch enorm wichtig, als Standort zu überzeugen und diese Ansiedlung nach Thüringen zu holen», sagte Machnig. Wenn ein Global Player wie Bosch auf Thüringen setze, um von hier aus eine wichtige Zukunftstechnologie voranzutreiben, dann habe das eine unübersehbare Signalwirkung weit über die Grenzen Thüringens hinaus. Zudem sei die Investition eine neuerliche Bestätigung für die Strategie der Landesregierung, Thüringen zum «Grünen Motor» Deutschlands zu entwickeln: «Mit dem Zukunftsthema Batterietechnik gewinnt der Innovations- und GreenTech-Standort Thüringen weiter an Profil.» Das Wirtschaftsministerium hat zugesagt, die Ansiedlung im Rahmen der beihilferechtlichen Möglichkeiten zu unterstützen.

Die Robert Bosch GmbH plant, in Eisenach eine Pilotanlage und Fertigungsstätte für Hochenergie-Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation zu errichten. Dazu investiert Bosch rund 75 Millionen Euro und schafft zunächst 80 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze. Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen Robert Bosch Battery Solutions GmbH.

Das Kompetenzzentrum verbindet Forschung und Entwicklung in den Bereichen Energiespeicherung und Fertigungsverfahren mit einer künftigen industriellen Nutzung im nicht-automobilen Bereich – z.B. für Schiffsanwendungen. Hierzu arbeitet Bosch vor allem mit dem Chemiekonzern BASF und dem Anlagenbauer ThyssenKrupp System Engineering zusammen. Darüber hinaus plant Bosch den Aufbau eines europäischen Zuliefernetzwerks. Das Unternehmen soll 2012 mit der Produktion erster Prototypen starten und bis 2015 auf eine jährliche Produktionsmenge von mehr als 200000 Batteriezellen ausgebaut werden.

«Es besteht kein Zweifel, dass Deutschland im Bereich der Batterietechnik Nachholbedarf hat», sagte Wirtschaftsminister Machnig. Das neue Kompetenzzentrum werde dazu beitragen, die Grundlagenforschung bei Lithium-Ionen-Batterien zu verstärken, neues Know-how zu gewinnen und letztlich den Wertschöpfungsanteil deutscher und europäischer Anbieter und Vorlieferanten zu erhöhen.

In Thüringen genießt die Robert Bosch GmbH auf Grund des Engagements an den Unternehmensstandorten in Eisenach, Erfurt und Arnstadt seit Jahren eine hohe landespolitische Wertschätzung. «Dabei verfolgt die Robert Bosch GmbH ambitionierte Investitionsziele, die wir als Landesregierung auch weiterhin bestmöglich unterstützen und begleiten wollen», sagte der Wirtschaftsminister.

OB zur Investition von Bosch in ein neues Werk in Eisenach
«Das Engagement der Robert Bosch GmbH in der Wartburgstadt ist ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Eisenach und die Region. Mit dem Kompetenzzentrum wird hier zugleich ein zukunftsweisendes Entwicklungssegment neu etabliert.» Das sagte Oberbürgermeister Matthias Doht zu der heute im Thüringer Wirtschaftsministerium bekanntgegebenen Entscheidung, dass Bosch in Eisenach eine Pilotanlage und Fertigungsstätte für Hochenergie-Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation errichten will.

Der Oberbürgermeister freut sich, dass Bosch hier ein neues Werk errichten will, das gleich mehrere positive Aspekte für die Stadt vereint: Es gibt künftig in Eisenach wieder Forschung und Entwicklung, es werden zunächst 80 neue Arbeitsplätze für hochqualifizierte Arbeitnehmer geschaffen, es wird der Automobilbaustandort gestärkt und es wird in den neuen Bereich der Energiespeicherung investiert. Nicht zu letzt stärkt das geplante neue Werk den Innovations- und GreenTech-Standort Thüringen.

Das neue, zweite Unternehmen der Bosch-Gruppe in Eisenach firmiert unter dem Namen Robert Bosch Battery Solutions GmbH.

Die Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH fertigt seit 1990 in Eisenach elektronische Baugruppen (Sensoren) für die Automobilindustrie und ist das zweitgrößte Unternehmen in Thüringen.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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