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Carius: Arbeitsplätze und Know-how sichern

Landtagspräsident fordert Transparenz bei Opel-Deal

Aus Anlass der Berichte über einen möglichen Verkauf der Adam Opel AG durch General Motors (GM) an den französischen Automobilhersteller PSA sagte Landtagspräsident Christian Carius heute in Erfurt:

Die Automobilindustrie hat in Thüringen Tradition. Ihre Zukunft müssen wir bewahren. Der Freistaat muss sich nun dafür einsetzen, dass der Opel-Standort in Eisenach bei einem Verkauf des Unternehmens gestärkt wird und die Thüringer Arbeitsplätze erhalten bleiben. Opel hat auch Entwicklungsarbeit für den gesamten GM-Konzern geleistet. Dieses Know-how muss gesichert werden und bei Opel in Deutschland verbleiben. Zudem erwarte ich, so Landtagspräsident Carius weiter, dass GM seine Pläne offen und transparent kommuniziert und die Belegschaft, die Gewerkschaften sowie die zuständigen Ministerien im Bund, in Thüringen und den anderen Ländern einbezieht.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Opel verkauft nicht genug Fahrzeuge, auch nicht genug im Inland. Der eingeführte Niedriglohnsektor gibt das einfach nicht her. Die Politik kann fordern was sie will, gehandelt wird nach rein Wirtschaftlichen Interessen. Hier könnte nur die EU helfen wie 89, Übernahme aller Produktionskosten – außer dem Materialeinsatz. Bedeutet – die ex Opelaner könnten die Löhne wieder vom Staat beziehen. Sollte man diesen Weg wieder beschreiten wollen sollte man aber diesmal über ein Rotationsprinzip nachdenken, damit auch mal jene Bürger der Region in diesen Sonderstatus kommen Geld zu verdienen die man bis Dato ausgeschlossen hat. Lassen wir uns aber überraschen was und wie passieren wird. Für eine eigenständige Entwicklung und Produktion fehlen ja nun mittlerweile jegliche Fachkräfte.

  • JoDo

    „Dieses Know-how muss gesichert werden und bei Opel in Deutschland verbleiben“ – Wollen wir den Protektionismus nicht besser den Trumpisten dieser Welt überlassen? Wovor fürchtet sich Carius? Dass Automobilkonzerne Fabriken in China bauen, um den dortigen Wachstumsmarkt bedienen zu können? Dass künftig Franzosen Opels bauen? Oder gar Hessen? Und wem gehört dieses Know-how überhaupt? Derjenige wird darüber bestimmen, wohin es gelangt und wie es eingesetzt werden soll, nicht der Landtagspräsident eines kleinen, unbedeutenden Bundeslandes am Rande der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Statt öffentlich Drohungen abzulassen wäre es zunächst an der Zeit, sich über den Sachverhalt zu informieren. Der anschließende zweite Schritt dürfte nicht einfacher werden – den Sachverhalt interpretieren. Was würde ein Verkauf für die Opelaner bedeuten? Was für die PSAianer? Das ist eine sehr komplexe Frage. Wie sah überhaupt bisher die weitere Zukunft des Eisenacher Opelstandortes aus? Wäre auch die nächste Generation irgend eines Modells hier gebaut worden, in Zaragoza, Korea? Wie lange ist überhaupt ein Automilwerk Up-2-date? Darf ich mir einen Ampera kaufen (der nicht in Europa gefertigt wird)? – Regierung und Politik sollten zuhören, was den Standort Eisenach attraktiv macht und wie man die Rahmenbedingungen noch verbessern kann. Ob ein „werkseigener“ kommunaler Steuerfahnder dabei hilfreich ist?

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