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Beschreibung:
Bildquelle: EDAG

„EDAG-Light Car Sharing“ – Reine Mobilität auf Zeit

Die EDAG Group hat mit ihrem vielbeachteten EDAG – Light Car Konzept in den vergangenen beiden Jahren bereits einen Ausblick auf die elektromobile Zukunft gegeben. Für den diesjährigen Automobilsalon in Genf haben die Entwickler des weltweit führenden Engineering-Unternehmens ein grundlegend neues Mobilitätskonzept entwickelt, das die bisherigen Grenzen zwischen Individualverkehr und anderen Verkehrsträgern auflöst, um den Kunden eine zusätzliche Form von Mobilität zu bieten. Im Mittelpunkt der vernetzten Mobilitätslösung steht das Fahrzeugkonzept des „EDAG – Light Car Sharing“ – ein elektroangetriebenes Fahrzeug, das jeder mieten möchte, aber keiner kaufen muss.

Ein Fahrzeug, das dem Kunden immer dann punktgenau Mobilität bietet, wenn er sie benötigt und nur für diesen Zeitraum auch bezahlen muss.
Ein Fahrzeug, das öffentlich zugänglich ist, selbsterklärend zu bedienen ist und in Großstädten die individuelle Nutzung nach wie vor ermöglicht.
Ein Fahrzeug, das dem Kunden reine Mobilität bietet und ihm nach Gebrauch keinerlei weiterführende Verpflichtungen auferlegt.
Ein Fahrzeug, das über die Einbindung von Internetdiensten intelligent in die Benutzung anderer Verkehrsmittel eingebunden wird.

„Die positive Resonanz aller gesellschaftlichen Gruppen auf die spannenden Konzepte der Elektrofahrzeuge hat gezeigt, dass die Menschen offen sind, über neue Formen der Mobilität nachzudenken. Als Entwicklungsunternehmen müssen wir sorgsam gesellschaftliche Trends beobachten, um langfristig die passenden Fahrzeugkonzepte und Technologien für unsere Kunden entwickeln zu können“, erläutert Jörg Ohlsen, CEO der EDAG Group.

Umfragen bei der jungen Generation belegen einen Wertewandel bei Statussymbolen. So erklärten 80 Prozent der Befragten in der Altersgruppe der 18- und 29-Jährigen, dass man in der Stadt nicht unbedingt ein eigenes Fahrzeug benötige. Und sogar 90 Prozent der zwischen 14- und 29-Jährigen gaben an, sich ein Leben ohne Handy und Internet nicht mehr vorstellen zu können – jedoch ein Leben ohne eigenes Auto.
Im «Jetzt leben» und «überall erreichbar sein» ist das Credo der neuen Generation.
Nicht zuletzt die wachsenden Verkehrsprobleme in den Metropolen müssen zu einem Umdenken bei den Mobilitätsangeboten führen, die über die reine Diskussion über alternative und saubere Antriebe hinausgeht.

„Mit dem «EDAG – Light Car Sharing» stellen wir auf dem Genfer Automobilsalon ein neues, robustes und trendiges Fahrzeugkonzept und eine neue Einstellung zur Mobilität vor. Ein Fahrzeugkonzept, das konsequent auf den Zweck ausgelegt ist «unkompliziert von A nach B zu kommen» und zudem über mobile Internetlösungen einfach buch- und kombinierbar mit anderen Verkehrsmitteln ist. Aufgrund der heute noch hohen Preise für Elektrofahrzeuge, könnte die nahe Zukunft der Elektromobilität in Form von Car-Sharing-Fahrzeugen stattfinden, die ich eher als Investitionsgut denn als Konsumgut sehe. Wir laden unsere Kunden aus der Automobilindustrie und potenzielle neue Marktpartner ein, über diese andere Form der Mobilität zu diskutieren und zukünftige Geschäftsmodelle zu entdecken“, so Ohlsen.

«EDAG – Light Car Sharing» – Vernetzte Mobilität zum Mieten
Wie auch das „EDAG – Light Car“ aus dem Jahr 2009 kommuniziert das neue Mitglied der „Light Car-Familie“ mittels großer Leuchtflächen auf der Kunststoffkarosse mit der Umgebung. Doch diesmal haben die Designer und Konzeptingenieure nicht nur das veränderbare Lichtdesign in den Vordergrund gestellt, sondern lassen das Auto seinen Status deutlich sichtbar anzeigen. Ob das Auto zu mieten ist oder bereits von einem anderen Kunden reserviert wurde, zeigt das «EDAG – Light Car Sharing» ebenso an wie seine momentane Reichweite. Denn das Fahrzeugkonzept sieht einen Elektroantrieb vor und hat das Batteriepaket crashsicher in den von EDAG bereits im Vorjahr vorgestellten Sandwichboden integriert.

Eine zentrale Rolle für den Kunden spielt das Internet, das der Kunde bereits heute über Smartphones jederzeit und überall nutzen kann. Betreiber einer zukünftigen Car-Sharing-Flotte orten ihre Fahrzeuge über GPS und können den Standort an potenzielle Kunden übermitteln. So kann der Kunde sofort über zur Verfügung stehende Fahrzeuge informiert und über das Navigationssystem in seinem Smartphone zum nächsten Leihfahrzeug geführt werden. Die Buchung erfolgt via Internet und ermöglicht dem Kunden den Zugang zum Leihfahrzeug über einen elektronischen «Bluetooth-Schlüssel». An speziellen Parkplätzen werden die Sharing Fahrzeuge induktiv geladen: Hier hat die EDAG Group mit dem eigenentwickelten Produkt des «Intelligenten Ladens» die Voraussetzung geschaffen, neben dem reinen Ladevorgang auch Fahrzeuginformationen über das Stromnetz zu senden und den optimalen Ladezeitpunkt hinsichtlich Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und Mobilitätsverhalten selbst zu bestimmen. Ist das Fahrzeug vollständig geladen? Wie groß ist die momentan zur Verfügung stehende Reichweite? Wann steht die nächste Wartungsroutine an? Für den Betreiber bedeutet das: Er erhält online alle relevanten Informationen zum Fahrzeugstatus.

Ein Schlüsselthema für Vernetzung von Fahrzeug und Infrastruktur ist eine standardisierte Kommunikation zwischen Fahrzeug und Benutzer. Neue Dienste, wie eine automatisierte Legitimation und die Auswahl von individuellen Tarifen oder Preisen pro Minute sind nur einige Beispiele für die Möglichkeiten, die eine intelligente Vernetzung zwischen Energieversorgung und Fahrzeug bietet.

Die Vernetzung bringt erhebliche Mehrwerte für das Gesamtsystem Mobilität. Beispielsweise wird zum einen dem Energieversorger die Möglichkeit gegeben durch am Netz befindliche E-Fahrzeuge Lastschwankungen im Energienetz durch Nutzung der Energiespeicher zu reduzieren. Zum anderen kann sichergestellt werden, dass die Car-Sharing Fahrzeuge – immer wenn nötig – mit ausreichend ressourcenschonenden Energien versorgt werden.
Darüber hinaus bietet das Light Car-Konzept dem Betreiber die Möglichkeiten zur Vermietung von Werbung auf der Heckscheibe, die individuell auf Veranstaltungen, Restaurants oder Geschäfte in der Nähe des momentanen Standortes hinweisen.

Die Kunden von morgen buchen Mobilität. Das heißt, sie fragen nach, wie sie schnellstmöglich von «A nach B» kommen können und der Betreiber bietet eine hierzu passende, komplette Lösung an. Geht die Reise über den Einsatz innerhalb der Stadt hinaus, checkt das System alle Verkehrsverbindungen über Bahn, Bus und bietet neben einer durchgängigen Reiseplanung auch die Buchung der notwendigen Verkehrsmittel an. Fahrkarten werden über das Smartphone übermittelt und abgerechnet. Die Nutzung eines Sharingfahrzeugs wird minutenweise abgerechnet und die notwendige Versicherung für die Fahrt nur für die Dauer der Nutzung gebucht und bezahlt.

Robuste und praktische Mobilität zum Mieten
Das Fahrzeugkonzept
Wie muss ein Auto aussehen, das von vielen Menschen temporär genutzt wird und oft nur für Kurzstrecken im Innenstadtbereich eingesetzt wird? Diesen Fragen stellten sich EDAG Konzeptentwickler und Designer und transportierten ihre Ideen in das «EDAG – Light Car Sharing». Bereits von außen zeigt sich das Fahrzeug unkonventionell: Mit einer Fahrzeughöhe von 1,90 Meter bietet das Fahrzeugkonzept seinen Kunden einen komfortablen Einstieg; der ungünstige cw-Wert ist für ein Stadtfahrzeug eher eine zu vernachlässigende Größe ebenso wie die Reichweite und die Höchstgeschwindigkeit, die hier bewusst auf 100 km und 100km/h ausgelegt wurden.
Für die Außenhautteile sind Faserverbundwerkstoffe und leichte Kunststoffteile vorgesehen. Dort, wo es im Stadtgebiet leider einmal zu «Parkremplern» kommen kann – wie z.B. an Stoßfängern – werden beim «EDAG – Light Car Sharing» stoßabsorbierende Kunststoff-Pads angebracht, die rückverformbar sind. Denn schließlich ist das Karosseriekonzept auf eine Nutzung von deutlich über 10 Jahren ausgelegt.
Hierzu wurde konsequent auf ein Modulkonzept für Exterieur- und Interieurteile gesetzt, die einen schnellen Austausch der dem Verschleiß unterliegenden Teile (z.B. Cockpit, Sitze, Stoßfänger, Batterie und Anbauteile) gewährleisten. Basis ist die weiterentwickelte EDbase-Plattform, die die EDAG Group im letzten Jahr speziell für die Anforderungen von E-Fahrzeugen im Sinne des «Purpose Design» entwickelt hatte.

Neben zwei Seitentüren mit einfachen Schiebefenstern steht den bis zu sechs Passagieren im «EDAG – Light Car Sharing» eine Heckeinstiegstür zur Verfügung. Durch die großzügig bemessene, geteilte «Hintertür» können die Passagiere bequem einsteigen und auf einem der sechs Klappsitze Platz nehmen. Die Bestuhlung ist in zwei Dreiersitzreihen aufgeteilt, die zudem in einer «Rücken an Rücken»-Formation platziert sind. Diese zentral in Höhe der B-Säule positionierte Sitzanlage übernimmt zudem Struktureigenschaften und ist zudem leichter als konventionelle Einzelsitze.

Besonders hervorzuheben ist das System der klappbaren Sitzbestuhlung, die im Falle der Nichtbenutzung einen maximalen Laderaum bietet», erklärt Projektleiter Andreas Verwold. Die eigentlichen Sitzflächen, die im besonderen Maße der Verschmutzung unterliegen, sind als leicht austauschbare Polstermodule in die Sitze integriert.

«Bei der Definition eines Sharing-Fahrzeugs mussten wir komplett umdenken und ganz andere Maßstäbe an die formalen und funktionellen Aspekte des Fahrzeugs stellen» erläutert EDAG Chef-Designer Johannes Barckmann. «Wer ein Auto nur stundenweise nutzt, stellt ganz andere Anforderungen an ein Fahrzeug als ein Privatbesitzer. Die Gestaltung hat den Prämissen eines öffentlichen Verkehrsmittels zu folgen und muss Ikonenhaftigkeit repräsentieren. Darüber hinaus steht der reine Nutzen im Vordergrund.»
So gibt es im «EDAG – Light Car Sharing» keine Ablageflächen oder aufwendige
Türverkleidungen. Neben Gas, Bremse und Lenkrad findet der Kunde lediglich einen
Hebel vor, um den Blinker zu bedienen. Als einziges Anzeigeelement dient ein
Display, das die rudimentären Informationen wie Geschwindigkeit, Ladezustand, Reichweite und Navigation zur Verfügung stellen. Heizung, Scheibenwischer oder Licht werden automatisch über Sensoren gesteuert. Zusatzfunktionen wie Entertainment, Internetzugang etc. können auf Wunsch optional dazu gebucht werden oder werden als Anwendung eines mobilen Endgerätes mit ins Fahrzeug gebracht und können hier dann nutzbar gemacht werden.
Im Vordergrund stand die einfache und intuitive Bedienbarkeit sowie die Buchung über eine Smartphone-Applikation, die auch mit anderen Verkehrsmittelanbietern
vernetzt ist. Des Weiteren wurde darauf geachtet, dass das «EDAG-Light Car Sharing» robust und leicht zu reinigen ist und Verschleißteile leicht zu wechseln sind. Ebene Bodenflächen im Fahrgastraum, komplette Sitzmodule, die mit wenigen Schrauben montierbar und demontierbar sind, sind nur einige Lösungen für die technische Umsetzung dieses Anspruchs.

Das Konzept für ein reinrassiges Car-Sharing-Fahrzeug wurde als standardisiertes Produkt ausgelegt. Der Verzicht auf Varianten ist auch unter Marketing-Gesichts-punkten durchaus vorstellbar: Schließlich mietet der Kunde das Fahrzeug nur auf Zeit und legt primär Wert auf einen hohen Wiedererkennungswert und eine intuitive Bedienbarkeit. Damit erschließen sich zudem hochproduktive Produktionskonzepte, die eine äußerst wirtschaftliche Fertigung solcher Flotten ermöglichen könnten.

Neue Mobilität mit neuen Geschäftsfeldern
Der neue, integrierte Ansatz der EDAG Group für eine vernetzte Mobilitätslösung definiert ein neues Geschäftsfeld für den Markt der Automobilindustrie. Aber auch ein Umdenken in den Geschäftsmodellen. «In Zukunft werden zusätzlich vermehrt Mobilitätslösungen nachgefragt werden und nicht mehr nur ein einzelnes Produkt. Die intelligente Vernetzung aller Informationen und Möglichkeiten des Individualverkehrs und des öffentlichen Verkehrs über Internetsysteme haben großes Potential, vor allem vor dem Hintergrund, dass es vermehrt Kunden geben wird, die Mobilität punktgenau einkaufen wollen, wenn sie sie benötigen», erläutert Jörg Ohlsen. «Dies hat jedoch zur Folge, dass man neben dem Herstellen und Vertreiben von Fahrzeugen auch über Betreibermodelle nachdenken muss. Und natürlich auch über die Neudefinition von Fahrzeugkonzepten wie im Fall von Leihfahrzeugen, die einen neuen Markt im Bereich von Großstädten darstellen könnten».
Als Entwicklungsunternehmen kann die EDAG Group hier konkrete Unterstützung anbieten, um solche Konzepte umzusetzen. Von der Entwicklung von robusten Elektrofahrzeugen, über die Entwicklung von Schnittstellen zum Fahrzeug bis zum System des «Intelligenten Ladens» oder der Planung und Bau von Fertigungs- und Wartungsanlagen.

Die 125-jährige Geschichte des Automobils hat gezeigt, dass die Automobilindustrie immer dann erfolgreich war, wenn es die Mobilitätswünsche und -bedürfnisse der Gesellschaft aufgegriffen hat. Mit dem «EDAG – Light Car Sharing»- Konzept möchte die EDAG Group neue Perspektiven zur Weiterentwicklung des Produktes Automobil aufzuzeigen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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