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Erklärung des VDOH Verband Deutscher Opel-Händler e.V.

Die Europäische Opel-Händlervereinigung EURODA hat den VDOH Verband Deutscher Opel-Händler e.V. über ein in der letzten Woche geführtes mehrstündiges Gespräch mit dem möglichen Opel-Investor Magna unterrichtet. Dabei wurde deutlich, dass die Pläne von Magna zu den Themen Vertrieb, Service, Produktgestaltung und Technik in zahlreichen Punkten den Vorstellungen des Handels entsprechen. Darüber hinaus vermittelte Magna den Eindruck, dass die Sicherung des langfristigen Erfolges der Marke Opel mit automobilem Know How und höchstem Einsatz betrieben werden wird.
Der VDOH Vorstand ist daher unisono zu der Auffassung gelangt, dass die Entscheidung für Magna zukunftsorientiert und richtig ist.
Die derzeitig wieder in die Diskussion gebrachte Möglichkeit einer Plan-Insolvenz der Adam Opel GmbH wird seitens des VDOH dagegen mit großer Sorge gesehen. Diese rein formaljuristische Alternative, die sich nicht ansatzweise in der zeitlichen Schiene wie das Chapter 11-Verfahren von General Motors bewegen wird, lässt nicht nur den dahinter stehenden Sinn nicht erkennen, sondern hätte auch wirtschaftlich fatale Folgen. Da der Handel die Verkaufsförderungsaktionen des Herstellers in hohem Maße vorfinanziert, würde eine Herstellerinsolvenz den Handel der Möglichkeit berauben, diese Verbindlichkeiten einzufordern. Ein solcher Insolvenzantrag würde somit den Bestand der Opel-Händler- und Service-Unternehmen und die allein in Deutschland dahinter stehenden 35000 Direktarbeitsplätze in erheblichem Maße gefährden. Neben der Beschädigung des Händlernetzes hätte eine derartige Insolvenz erhebliche Auswirkungen für die Marke, da Kunden und Interessenten sich von Opel abwenden würden. Diesen Vertrauensverlust wird man kaum je wieder reparieren können.
Die erneut aufgekommene Insolvenz-Diskussion ist daher kontraproduktiv, selbst wenn sie nur als taktisches Mittel im Rahmen der Übernahmegespräche eingesetzt werden sollte. Wenn man es ernst damit meint, den Hersteller Opel und die damit verbundenen Arbeitsplätze auch im Handel und bei den Zulieferern zu erhalten, darf man eine Planinsolvenz nicht in Erwägung ziehen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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