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 | Bildquelle: © Matthias Münch / Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V.

Beschreibung:
Bildquelle: © Matthias Münch / Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V.

Geburtstag hilft todkranken Kindern

900 Euro Spende ans Kinderhospiz übergeben

Weder Blumengrüße noch Geschenke wünschte sich Lothar Schade von seinen Gästen anlässlich seines 60. Geburtstages. Der Inhaber der KKT Krischke Kunststofftechnik in Wutha-Farnroda bat stattdessen vielmehr darum, sich für die gute Sache stark zu machen. Dafür stellte er auf seiner Geburtstagsfeier eine Spendenbox des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland, seiner persönlichen Herzensangelegenheit, auf. Und seiner Bitte kamen Verwandte und Freunde gern nach. Über 800 Euro purzelten letztendlich für den guten Zweck in die eigens aufgestellte Spendenbox. Diese fantastische Summe stockte Lothar Schade auf die runde Summe von 900 Euro auf, die er heute sichtlich erfreut an das Kinder- und Jugendhospiz im Thüringer Wald übergeben konnte. Matthias Münch, ehrenamtlicher Mitarbeiter der gemeinnützigen Trägervereins, war dazu nach Wutha-Farnroda gereist. Dabei war ihm die Freude anzumerken, als er den Spendenscheck entgegennehmen durfte. Gleichzeitig nutze er die Gelegenheit, um von der Arbeit im Kinder- und Jugendhospiz zu berichten.

Leider sind wir auf ein Höchstmaß an Spenden angewiesen, um unsere wichtige Arbeit für Familien mit schwerkranken Kindern fortsetzen zu können, unterstrich Matthias Münch.

Nur dank des Engagement der zahlreichen Spender wie Lothar Schade sei es möglich, das dringend benötigte Hilfeangebot im Kinder- und Jugendhospiz aufrecht zu erhalten.

Über 40.000 Kinder- und Jugendliche sind in Deutschland von einer tödlichen, lebenslimitierenden Krankheit betroffen. Das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gibt den betroffenen Familien die Möglichkeit, bis zu 28 Tage im Jahr hier zusammen einzuziehen. Das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept bietet nicht nur die liebevolle und optimale Pflege für das schwer kranke Kind, vielmehr ist es eine umfassende Familienhilfe. Die Entlastungsaufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, schaffen neue Kraft bei den betroffenen Eltern für die oftmals sehr aufwändige 24-Stunden-Pflege des kranken Kindes und fördern auch die gesunden Geschwisterkinder. Über 35 fest angestellte Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer arbeiten aktuell dort. Der gemeinnützige Trägerverein ist dauerhaft zu einem Höchstmaß auf Spenden angewiesen, um sein wichtiges Hilfsangebot aufrechterhalten zu können. Mehr als 850.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen, da die derzeitige Finanzierung durch die Krankenkassen hierzu nicht ausreicht. Über 750 betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011 das stationäre Hilfsangebot des Trägervereins. 6.000.000 Euro wurden seit dem Jahr 2008 in den Kauf und den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Thüringer Fernwasserversorgung in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald zum Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland investiert. 92 Prozent dieser Investitionssumme wurden durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und Unternehmen und nichtstaatlichen Zuwendungen durch Stiftungen aufgebracht. Dank dieser Hilfe entstand ein buchstäblich zweites Zuhause für diese betroffenen Familien – fernab von jeder Krankenhausathmosphäre. Betrieben wird das stationäre Kinderhospiz von einem gemeinnützigen Trägerverein. Ein sechsköpfiger ehrenamtlicher Vorstand leitet die Geschicke bereits seit dem Jahr 2005 und hat so in den vergangenen zehn Jahren Ostdeutschlands größtes ehrenamtlich organisiertes Sozialprojekt initiiert. Der Gründer, Inititiator und bis heute ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Heber wurde im Jahr 2015 mit dem „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet. Im Jahr 2017 plant der Trägerverein den dringend erforderlichen Ausbau des Kinder-und Jugendhospizes, da die Nachfrage steigt. So sollen in einem noch unsanierten Nebengebäude neue Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt entstehen. Hierfür werden zusätzliche 750.000 Euro Investitionskosten benötigt. Leider stehen hierfür derzeit keine staatlichen Förderungen zur Verfügung. Informationen unter www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de oder www.facebook.com/kinderhospiz. Spendenkonto – IBAN: DE64860205000003566900, BIC: BFSWDE33LPZ, Bank für Sozialwirtschaft.

Foto: v.l.n.r.: Birgit und Lothar Schade, Inhaber der KKT Krischke Kunststofftechnik in Wutha-Farnroda bei der Spendenübergabe.

Andrea T. | | Quelle:

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