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Geschichte einer Motorhaube – Edelstahl im RR

Was haben ein Spülbecken und die Motorhaube eines Rolls-Royce gemeinsam? Beide bestehen aus Edelstahl. Die Motorhaube für die Typen Phantom Drophead Coupé und seit Kurzem für das Phantom Coupé werden aus Edelstahl gefertigt. Produktionsstätte dafür ist die BMW-Fahrzeugtechnik GmbH in Eisenach/Krauthausen. Seit 2005 (ab 2007 in Serie) wird an diesem Projekt gearbeitet, der Wunsch der Designer und auch der Kunden von Rolls-Royce war eine Motorhaube aus Edelstahl. Diese sehe an den beiden Typen sehr edel aus. Eine beliebte Variante ist der gebürstete Edelstahl, der sich über die Motorhaube (ohne Kühlergrill und Figur) bis hin zu Einfassungen an der Karosserie erstreckt.

Es wurde zu einer Herausforderung für die Eisenacher Ingenieure und Mitarbeiter des Werkes. Aus 2 x 2 Meter großen Stahlplatten aus Belgien wird die riesige Haube gepresst, Ober- und Unterteil. Rat wurde sich u.a. bei Herstellern von Spülbecken geholt, auch dort werde Edelstahl gepresst.
Hohe Qualitätsanforderungen gab es von Rolls-Royce an BMW in Eisenach. Maschinell werden die Teile in Eisenach gepresst und beschnitten und von Hand bearbeitet. Regelmäßig erfolgt einen Kontrolle.

Von Eisenach/Krauthausen kommen die wertvollen Teile, gut verpackt, ins BMW-Werk nach Dingolfing. Dort werden sie vervollständigt und gehen dann zur Automontage nach Goodwood in England.

Rund 360 Stunden werden zur Herstellung eines Autos benötigt. Manche Hersteller benötigen dafür 8 Stunden.
Es sei schon etwas besonderes Rolls-Royce zu bauen und zu haben. 80 Prozent der Kunden wollen ihren RR haben, individuell, mit höchster Qualität und Zuverlässigkeit. Mit Zahlen halten sich die Autobauer sehr zurück: «Man habe ausreichend PS».

Der Pressechef von Rolls-Royce Cars aus Deutschland kam mit einem Phantom Drophead Coupé ins Werk. Natürlich wurde das Auto von der Belegschaft, die die Motorhaube fertigt, genau begutachtet. Doch wer erwartet hat, dass es beim Öffnen der Motorhaube anders zugeht hat sich getäuscht. Auch hier ist ein Hebel im Fahrerraum und sie wird mit einem Knall wieder geschlossen.

Rolls-Royce sei ein besonderes Auto, betonte der Pressemann immer wieder, kaum ein Schnickschnack, immerhin fahren 80 Prozent der Besitzer ihre Autos selbst. «Rolls-Royce-Fahren ist Entspannung». Übrigens rund 400000 Euro kostet solch ein Auto, das es in 3,5 Varianten gibt (Phantom Drophead Coupé, Coupé, Phantom, Phantom in Langversion).

Die Alu-Motorhauben für den Phantom von RR werden seit 2002 auch in der BMW Fahrzeugtechnik Eisenach/Krauthausen gefertigt.

Das Eisenacher BMW - Rolls Royce-Team

Rainer Beichler |

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