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GM Verwaltungsrat empfiehlt Verkauf von Opel/Vauxhall
Mehrheitsanteil an Magna International/Sberbank

Ein großes Medienaufgebot gibt es vor dem Eisenacher Opel-Werk. Mit Spannung wird die Entscheidung zu Opel erwartet. Reinhard Schäfer vom Betriebrat informierte kurz, der Betriebratschef Harald Lieske sei mit den anderen Opelstandorten im ständigen Kontakt, man wolle einheitlich handeln.

GM Europa hat am Donnerstag um 15.45 Uhr eine Pressemitteilung veröffentlicht:
General Motors hat heute (10. September) bekannt gegeben, dass der GM Verwaltungsrat ein Kaufangebot für den Mehrheitsanteil am europäischen Opel/Vauxhall-Geschäft von einem Konsortium bestehend aus Magna International Inc. und Sberbank unterstützt.

In den kommenden Wochen müssen noch einige wichtige Punkte abschließend geklärt werden, um verbindliche Vereinbarungen zu erzielen. Dazu gehören eine schriftliche Bestätigung der Arbeitnehmervertretungen, die Vereinbarung mit den notwendigen Kostenanpassungen zu unterstützen, sowie der Abschluss eines definitiven Finanzierungspakets der Regierungen von Bund und Ländern. Die endgültigen Vereinbarungen sollten innerhalb der nächsten Wochen unterschriftsreif sein und anschließend innerhalb der kommenden Monate zum Abschluss gebracht werden können. Die Vereinbarung sieht vor, dass Magna/Sberbank einen Anteil von 55 Prozent an Opel/Vauxhall erwirbt; GM behält einen Anteil von 35 Prozent, die Mitarbeiter werden mit 10 Prozent beteiligt.

«Nach großen Anstrengungen, die in den beiden vergangenen Wochen unternommen wurden, um offene Fragen zu klären und Details des deutschen Finanzierungspakets auszuarbeiten, haben sich GM und sein Verwaltungsrat dazu entschieden, Magna/Sberbank als Investor zu empfehlen,” sagte Fritz Henderson, GM-Präsident und CEO. «Wir danken allen, die in den vergangenen Monaten an diesem intensiven Prozess beteiligt waren und durch ihre Unterstützung dieses neue Unternehmen ermöglicht haben – insbesondere der deutschen Bundesregierung. Ich möchte mich auch bei den Kunden von Opel und Vauxhall für ihre ungebrochene Loyalität bedanken. GM wird auch weiterhin eng mit Opel und Vauxhall zusammenarbeiten, um noch weitere ähnlich attraktive Produkte wie den neuen Insignia und den neuen Astra auf den Markt bringen zu können,” fügte Henderson hinzu.

Nach Umsetzung der Empfehlung bliebe Opel/Vauxhall weiterhin im globalen Produktentwicklungsverbund von GM integriert. Dies ermöglicht es allen Seiten, vom Austausch von Technologie- und Entwicklungskapazitäten zu profitieren. Die neue Eigentumsstruktur ermöglicht eine neue schlanke, effiziente und unabhängige Organisation für die Marken Opel und Vauxhall. Die aktuelle Produktpalette und die geplanten Modelle sind eine starke Grundlage für künftigen Erfolg.

Die Zusammenarbeit im globalen Technologieentwicklungs- und Einkaufsverbund von GM verschafft Opel/Vauxhall und anderen GM-Marken wichtige Skaleneffekte. Beispielsweise können Fahrzeuge wie das Elektrofahrzeug Ampera, die mit neuen, besonders zukunftsträchtigen Antriebstechnologien ausgerüstet sind, nur mit vereinten Kräften auf den Markt gebracht werden.

«GM betreibt rund um den Globus viele Joint Ventures, und die Erfahrung zeigt, dass dieses Geschäftsmodell das richtige Maß an Unabhängigkeit, Innovation und Synergien bietet,” sagte John Smith, GM Group Vice President Business Development. «Alle Beteiligten werden sich nach Kräften bemühen, die Empfehlung so schnell wie möglich zur Unterschriftsreife zu bringen,” fügte er hinzu.

Rainer Beichler |

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