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Handwerker: Jetzt reicht´s!

Den Handwerkern Deutschland reicht es. Sie gehen gemeinsam deutschlandweit am Freitag, 7. Februar, auf die Straße. In Erfurt findet die Protestaktion ab 15 Uhr in der Thüringenhalle statt.
Die große Demo ist dann am 10. Februar in Berlin.
Den Handwerkern geht es an die Substanz, zu hoch ist die Steuerlast, Renten- und Krankenversicherungen steigen, Bürokratie und Regulierungen bremsen die Betriebe aus.
Die Folgen: Nettoeinkommen, Investitionen und Wachstum sinken, Aufträge fehlen. «Unsere Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand», so Kreishandwerksmeister Klaus-Peter Senf. Die Personengesellschaften sind arg gebeutelt gegenüber den Kapitalgesellschaften. Von der Öffentlichen Hand kämen kaum noch Aufträge. Das Handwerk habe in Deutschland keinen «Goldenen Boden.» Das Geld fehle überall, siehe Theater, ATP-Turnier und Freibad.
In der Wartburgregion gibt es 2200 Handwerksbetriebe mit rund 9000 Mitarbeitern. Pro Jahr werden dort 360 Lehrlinge ausgebildet. Vor drei Jahren waren es noch 500 Lehrlinge im Jahr. Das Handwerk ist auch in Eisenach mit rund 70 Prozent der größte Steuerzahler.
Von der Bundesregierung fordern sie eine Änderung der Politik. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rainer Marschall zählte dazu u.a. die Öko-Steuer, Erbschafts- und Grunderwerbssteuer, die Abschreibungen, Wertzuwachssteuer für Immobilien auf. Diese Reihe könnte man beliebig fortsetzen.
«Wir brauchen eine Steuerreform, die vernünftig durchdacht ist», fordert Senf.
Von der Regierung fordert man jetzt gezielte Maßnahmen gegen die Schwarzarbeit. Diese gelte es zu bekämpfen und nicht zu fördern. Rund 65 Milliarden Euro gingen hier dem Fiskus jährlich verloren.
Das Thüringer Handwerk wird in Erfurt und Berlin fordern: Abbau der erdrückenden Steuer-, Abgaben- und Bürokratielast; Schluss mit panischen Notgesetzen, Schluss mit der Verteuerung der Arbeit, die die Arbeitslosigkeit immer weiter erhöht. Keine Trostpflaster, sondern mutige Reformen, die Vertrauen schaffen. Die Zukunft muss wieder berechenbar werden. Nur mit neuem Wachstum und mehr Beschäftigung bleibt die Marktwirtschaft sozial und für alle bezahlbar.
An der http://www.Handwerker-Demo.de(Handwerker-Demo) in Erfurt werden ca. 100 Vertreter Eisenacher Unternehmen (Inhaber und Mitarbeiter) teilnehmen.

Mehr zu den Hintergründen http://www.zdh.de/servlet/BlobServer?blobtable=Download&blobcol=urlfile&blobkey=id&blobwhere=1032358915139&blobnocache=true&blobheader=application/pdf(hier).

Rainer Beichler |

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