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Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sind Umsatzspitzenreiter

Die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten*) erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2007 einen Umsatz in Höhe von 26,0 Milliarden Euro und überboten – bei gleicher Zahl an Arbeitstagen – das Vorjahresergebnis um 10,2 Prozent.
Umsätze über drei Milliarden Euro erzielten nur die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (3851 Millionen Euro, + 25,0 Prozent gegenüber dem Jahr 2006). Umsätze über zwei Milliarden Euro konnten die Wirtschaftszweige Ernährungsgewerbe (2868 Millionen Euro, + 9,9 Prozent), Herstellung von Metallerzeugnissen (2573 Millionen Euro, + 10,8 Prozent), Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung usw. (2244 Millionen Euro, + 4,3 Prozent) und Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (2182 Millionen Euro, + 7,7 Prozent) verbuchen.
Die Wirtschaftszweige Ledergewerbe und Sonstiger Fahrzeugbau wiesen die geringsten Umsätze aus.

Die Exportquote, der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt, lag im Jahr 2007 mit 33,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahreswertes (32,2 Prozent).
Die Wirtschaftszweige mit der höchsten Exportquote waren: Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Optik (51,6 Prozent), Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (50,8 Prozent), Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsräten und -einrichtungen (Daten müssen geheim gehalten werden), Metallerzeugung und -bearbeitung (Daten müssen geheim gehalten werden), Rundfunk- und Nachrichtentechnik (46,4 Prozent), Holzgewerbe (37,1 Prozent) und Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (35,1 Prozent).
Eine geringe Exportquote wurde von den Betrieben des Verlags- und Druckgewerbes (11,4 Prozent) und des Ernährungsgewerbes (13,3 Prozent) gemeldet.

Im Monatsdurchschnitt des Jahres 2007 arbeiteten knapp 125 Tausend Personen in den Thüringer Industriebetrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Das waren 5777 Personen (+ 4,9 Prozent) mehr als im Vorjahr.
Die meisten Beschäftigten gab es in den Branchen Herstellung von Metallerzeugnissen (16978 Personen, Veränderung zum Vorjahr: + 986 Personen), Ernährungsgewerbe (13606, – 88 Personen), Maschinenbau (12187, + 695 Personen), Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (12045, + 898 Personen), Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (11553, + 610 Personen) und Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung usw. (11193, + 608 Personen).
Rückläufige Beschäftigtenzahlen meldeten vor allem die Wirtschaftszweige Herstellung von Möbeln, Schmuck, Musikinstrumenten, Sportgeräten usw. (3956, – 293 Personen) und Textilgewerbe (2004, – 79 Personen).

Die Produktivität, berechnet als Umsatz je Beschäftigten, lag im Jahr 2007 mit über 208 Tausend Euro um 5,1 Prozent über dem Vorjahresergebnis.
Eine hohe Umsatzproduktivität wurde für nachstehende Wirtschaftszweige errechnet: Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten usw. (Daten müssen geheim gehalten werden), Holzgewerbe (334 Tausend Euro), Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (320 Tausend Euro), Papiergewerbe (294 Tausend Euro), Metallerzeugung und -bearbeitung (279 Tausend Euro), Herstellung von chemischen Erzeugnissen (218 Tausend Euro) und Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung usw. (200 Tausend Euro).
Deutlich unter dem Landesdurchschnitt lagen die Wirtschaftszweige Sonstiger Fahrzeugbau (100 Tausend Euro) und das Textilgewerbe (99 Tausend Euro).

*) Ab dem Jahr 2007 werden in der Industrie nicht mehr die Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten, sondern nur noch die Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erfasst. Die hier veröffentlichten Ergebnisse beruhen vollständig auf dem neuen Berichtskreis. Die Angaben der Vorberichtszeiträume wurden umgerechnet und sind damit methodisch vergleichbar, jedoch grundsätzlich vorläufig.

Rainer Beichler | | Quelle:

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