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IHK und Unternehmer präsentieren regionale Konjunkturdaten

Das Servicecenter der IHK in Eisenach präsentierte gestern unter Anwesenheit einiger regionaler Unternehmer die Ergebnisse der Konjunkturumfrage aus dem Juli des Jahres. Demnach ist die Stimmung in der regionalen Wirtschaft insgesamt gut, auch wenn branchenspezifische Unterschiede bestehen. Während das Baugewerbe volle Auftragsbücher vorweisen kann, ist die Stimmung bei den privaten Dienstleistungen eher getrübt. Eines der Hauptprobleme in der Wirtschaft ist der Fachkräftebedarf. Während bei den Bürgern vielfach die hohe Zahl von Asylbewerbern diskutiert wird, sieht die Wirtschaft hier eher Chancen, freie Stellen mit qualifiziertem Personal besetzen zu können bzw. motivierte junge Menschen in eine Ausbildung zu bringen. Leider, so Thomas Müller, Vizepräsident der IHK Erfurt, herrscht in Bezug auf Genehmigungsverfahren für Asylbewerber seitens der Behörden absolutes Chaos, niemand kann verbindliche Aussagen machen. In Zusammenarbeit mit der IHK Erfurt werden aber in naher Zukunft verschiedene Projekte zur Integration starten.

Keine Probleme sieht die regionale Wirtschaft für die Finanzierung von Projekten und Bauvorhaben. Tino Richter, Vorstandsvorsitzender der Wartburg-Sparkasse, vermeldet schon jetzt eine Rekordauszahlung von Kreditgeldern, warnt aber gleichzeitig vor drohenden Währungsrisiken. Eine Erhöhung der Zinsen sieht aber auch der Bankenkollege Dirk Stoffregen von der Commerzbank in absehbarer Zeit nicht kommen.

Weiterhin angespannt bleibt die Situation bei den Energieversorgern. Hier ist zu bemerken, so Hans Ulrich Nager von der Werra Energie Bad Salzungen, dass auf den Thüringer Bürger weitere Preiserhöhungen zukommen. Dies liegt darin begründet, dass die Investitionen für den Netzausbau in Thüringen zwar anderen Bundesländern zu gute kommt, aber von den Thüringer Bürgern zu tragen sind. Die IHK ist diesbezüglich bereits zu Gesprächen mit Entscheidern in Berlin unterwegs, um eine gerechte Umverteilung der Kosten zu erwirken.

Foto: Unternehmer aus der Wartburgregion bei der Auswertung der Konjunkturdaten.

Andrea T. |

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  • Felix Berg

    Da ist er wieder der Fachkräftemangel, aber schon das Baugewerbe lebt zum größten Teil nur von öffentlichen Aufträgen oder Industriebauten. Das ist der beste Indikator das hier Relationen aus dem Gleichgewicht sind. Sobald man Facharbeiter auch Facharbeiterlöhne zugesteht löst sich das Problem in Luft auf, der Lohn sollte sich bei Facharbeitern mindestens zwischen 24 bis 28 Euro betragen. Leider setzt man nun auf Asylbewerber um dem Lohndruck zu entweichen, das belegt wiederum das es hierbei nicht wirklich um Fachkräfte geht.

  • Christian

    Es geht immer nur ums Geld. Lohndumping ist da ein einfacher Weg und Fachkräfte aus dem Ausland sind billiger. Zudem bleibt man flexibler. Die Wirtschaft ist es viel zu schnelllebig geworden um noch Zeit und Geld in Schule und Ausbildung zu investieren. Bis die Fachkräfte herangezogen sind werden sie evtl. schon nicht mehr gebraucht. So geht der Sozialstaat flöten, zu Gunsten des guten alten Kapitalismus.

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