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Kreishandwerkerschaft Eisenach zur Wiederwahl von Adamy

Im Rahmen der Neuwahl der Mitglieder der Vollversammlung der Handwerkskammer Südthüringen fand am 26.10.16 dazu die konstituierende Sitzung im BTZ-Rohr statt. Dabei wurde Büchsenmachermeister Helmut Adamy zwar wiedergewählt, jedoch nur mit 15 von 24 abgegebenen Stimmen, bei einer Stimmenthaltung erhielt der Eisfelder Friseurmeister Andreas Brückner 8 Stimmen als Gegenkandidat für das Präsidentenamt.

Allerdings wird diese Wahl ein formales Nachspiel haben und ein Einspruch gegen diese Wahl fristgemäß in der Handwerkskammer eingehen. So kommt von der Kreishandwerkerschaft Eisenach die Forderung diese Wahl für ungültig zu erklären und das Wahlverfahren neu einzuleiten. Hintergrund ist das angezweifelte Zustandekommen der Wahlliste der angestrebten Friedenswahl.

Nach der bestehenden Liste ist das Handwerk der gesamten Wartburgregion mit 4 Mitgliedern in der Vollversammlung absolut unterrepräsentiert. Die Wartburgregion vertritt ca. 2.200 Handwerksbetriebe das ist weit mehr als ein Drittel der Gesamtmitglieder der Handwerkskammer Südthüringen. In der Vergangenheit waren 5 Handwerker der Wartburgregion in der Vollversammlung vertreten, so dass die Streichung des 1 Listenplatzes massiven Protest bei den regionalen Handwerksvertretern auslöste.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Jakob

    Die Zusammensetzung der Mitglieder der Vollversammlung bestimmt sich nach der Satzung der Handwerkskammer nicht nach Regionen, sondern gem. Anlagen A und B Abschnitt 1 zur HwO nach Gewerben. Außerdem sind die Mitglieder der Vorversammlung Vertreter des GESAMTEN im Bezirk der
    Handwerkskammer ansässigen Handwerks. Auch die Vertreter, deren Betriebe sich nicht im Wartburgkreis befinden, vertreten also die Interessen der Kreishandwerkerschaft Eisenach. Der angestrebte Einspruch ist damit sinnlos. Es lebe meine kleine Welt.

  • Keks

    Die Vertretung der Kreishandwerkerschaft muss viel gerechter werden. Es sind Unter und Unterunterbezirke zu bilden, damit – etwa in Eisenach – auch die Interessen der West- und Oststadthandwerker vertreten sind.

  • Jakob

    Vielleicht sollte man die Friedenswahl auch verbieten und statt dessen demokratisch wählen lassen. Oder die Kammern abschaffen. 53 Handwerkskammern, 284 Kreishandwerkerschaften und 5.170 Innungen, da kann man jedenfalls nicht sagen, dass sich die Handwerker nicht gründlich selbst verwalten würden.

  • vigilando ascendimus

    Ob in der Handwerkskammer, der regionalen Planunggemeinschaft oder beim Arbeitsamtsbezirk (Agenturbezirk) usw. usf. Südthüringen ist zusammengepresst was nicht zusammen gehört. Das Eisenacher Land gehört eben nicht zu Südthüringen. Jede organisatorische Zuordnung des Eisenacher Landes zu Südthüringen ist falsch und wird immer wieder zu unnötigen Konflikten führen.

    Wenn diese Fehlentscheidungen der 1990er Jahre mit entsprechenden Entscheidungen zur neuen Gebietsreform noch weiter verfestigt werden, ist das zu unserem Nachteil.

    Auch deshalb sollte Salzungen nicht unsere Kreisstadt werden bzw. bleiben!

    • Jakob

      Was zusammen gehört und was nicht ist andererseits auch eine Frage der Einstellung und nicht auf ewig in Stein gemeiselt, sondern veränderbar. Was unterscheidet eigentlich den Südthüringer so schlimm vom Eisenacher? Ich könnte die Frage auch umgekehrt stellen. Doch für die vielen Gemeinsamkeiten, die dann hier gepostet werden müssten, würde der Platz nicht ausreichen.

      • vigilando ascendimus

        Natürlich ist nichts für die Ewigkeit und schlimm und „nicht so schlimm“ sind dehnbare Begriffe. Trotz auch vieler Gemeinsamkeiten die alle Thüringer haben, sollte man, wenn man Thüringen schon in Nord-, Mittel-,Süd- und Osthüringen strukturiert mindetens das eigentliche Wartburgland, die eigentliche Wartburgregion zu Mittelthüringen zuorden, weil es hier die größeren Gemeinsamkeiten und gemeinsamen Interessenlagen gibt. Dies wird auch auf absehbare Zeit so bleiben!

        Neben der geografischen Lage ist dies für unsere engere Heimat auch aus einen anderen Grund von Bedeutung. Während man sich im Wartburgland wie auch in Mittelthüringen in erster Linie als Thüringer Landsmann betrachtet, begreift man sich im Gebiet zwisches Salzungen und Sonneberg, insbesondere im Raum Suhl/Hildburghausen/Sonneberg in erster Linie als Südthüringer und danach (vielleicht) als Thüringer (oder so mancher gar als Franke).

        Die Interessen des eigentlichen Wartburglandes spielten in dieser Konstellation in den letzten 22 Jahren meist die untergeordnete Rolle. Was im 1994 entstandenen Großkreis Salzungen gilt, gilt im Kräfteverhältnis Südthüringen ./. Eisenacher Land erst recht!

        • Jakob

          Wenn das so ist – und sich an dieser Denkweise auch nichts ändert, dann erscheint eine andere Aufteilung als die von EAs OB und WAKs Landrat angestrebte tatsächlich vorzugswürdiger. Was denkt eigentlich der Bürger?

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