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Möglichst kompakt bauen spart Heizenergie

Hier ein Erkerchen, dort ein Vorsprung: energetisch ist das beim Hausbau nicht zu empfehlen. Je kleiner das Volumen und je größer im Verhältnis hierzu die Außenoberfläche eines Gebäudes, desto höher ist der Energieverbrauch. «Theoretisch wäre eine Kugel mit maximalem Volumen und minimaler Oberfläche ideal, ähnlich einem Iglu. Das ist aber bautechnisch nur schwer herstellbar und sehr teuer“, erläutert Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen.

Sehr verwinkelte Baukörper mit vielen Vor- und Rücksprüngen haben eine große Oberfläche und ein relativ kleines Volumen. «Das ist für den Energieverbrauch ungünstig“, weiß Ballod. Damit die Heizkosten ähnlich gering wie die eines kompakten Gebäudes sind, müssten die Wände dicker gedämmt werden. Damit kämen dann gleich zwei teure Aspekte zusammen: zum einen wird mehr Außenfläche gebaut, und zum anderen ist diese auch noch teurer wegen der dickeren Dämmung.

Eine kompakte Bauweise muss nicht langweilig sein: «Sorgfältig ausgebildete Details, abgestimmte Fassadenplanung, Farbe, Proportionen und Material bieten eine Fülle an Gestaltungsmöglichkeiten, die jedes Haus zu einem individuellen Schatz werden lässt“, erklärt Ballod.

Nicht zuletzt sollte man sich über die Ausrichtung des Gebäudes Gedanken machen. Sowohl bei der passiven als auch aktiven Solarenergienutzung ist die Ausrichtung von Dachflächen und Gebäude von entscheidender Bedeutung. Fragen zur Neubauplanung sowie zu allen Bereichen des Energiesparens im Alt- und Neubau beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale Thüringen in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). In Eisenach findet die Beratung im Bürgerbüro am Markt 22 statt. Eine Terminvereinbarung für Eisenach ist auch möglich unter 03691 670800. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Karl-Heinz Brack | | Quelle:

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