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Neuausrichtung des Zulieferernetzwerks „automotive thüringen e.V“

Wir müssen uns sehr anstrengen, kreativ und innovativ sein, vor allem aber müssen wir noch besser zusammen arbeiten, so der Vorsitzende des Branchennetzwerks Dr.-Ing. Militzer. Die Automobilzulieferindustrie in Thüringen wird sich wandeln müssen. Diese Transformation von Verbrennungsmotoren hin zu anderen Mobilitätsangeboten mit alternativen Antrieben fordert uns gerade im Freistaat heraus. Es geht um viele der 55.000 Arbeitsplätze in der Branche in Thüringen und darüber hinaus. Der komplette, derzeit durch Verbrennungsmotoren, Getriebe, und Filtertechnik vorhandene Antrieb steht aufgrund der E-Mobilität zur Disposition. Viele Industriezweige sind massiv betroffen, u.a. die Produktion von Werkzeugmaschinen, die IT-Branche und die Logistik. Das Auto der Zukunft, der Laptop auf Rädern, wird die Wirtschaft dramatisch verändern. Und unser Verhalten auch.

Gestern fand die jährliche Mitgliederversammlungen des „automotive thüringen e.V.“ in Erfurt statt.

Die Vertreter signalisierten, dass man sich dem Wandel und damit den kommenden Herausforderungen stellen werde. Dies bedarf einer noch engeren Anbindung an Forschung und Entwicklung.

Wir werden uns näher an das Thüringer Innovationszentrum für Mobilität anbinden und Kooperationen mit anderen Netzwerken und Branchen realisieren, so Militzer. Wir werden uns mit neuen Werkstoffen auseinandersetzen, neuem Support für die Zulieferindustrie.

Um das eigene Netzwerk mit weiteren Kompetenzen zu erweitern, macht der „at“ Thüringen interessierten Unternehmen ein Angebot der Mitgliedschaft auf Probe. Der Branchentag am 22.6.2017 wird den Titel: „Automotive im Wandel“ tragen und sich den neuen Strategien einer modernen Mobilität widmen.

Zudem gab Dr.-Ing. Michael Militzer bekannt, dass man sich künftig verstärkt an der TU Ilmenau engagieren werde. Die Geschäftsstelle des „automotive thüringen e.V.“ wird am Campus zu finden sein.

Ein deutliches Zeichen für mehr Nähe zur Forschung und den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis, so die Vertreter des Branchenverbandes. Tür an Tür mit dem PolymerMat werden wir an der TU Ilmenau einen Zentrum für Automobilwirtschaft und Mobilität aufbauen, ein aktives Verbindungsglied zwischen der Hochschule und den Unternehmen der Branche. Der Wirtschaftsminister  hat die Unterstützung  für diesen neuen Weg des „at“ zugesagt.

Auch international wird der „at“ weiterhin aktiv bleiben. An der bevorstehenden USA-Delegationsreise wird nahezu der gesamte Vorstand teilnehmen. Auf der IAA in Frankfurt ist der „automotive thüringen e.V.“ in Kooperation mit der LEG Thüringen an einem Messegemeinschaftsstand vertreten, der sich zu einem erfolgreichen Gemeinschaftsprojekt mit den sächsischen Partnern im AMZ entwickelt hat.

Die Mitgliederversammlung hat zudem den Vorstand „automotive thüringen e.V.“ bestätigt. Ihm gehören an: Dr.-Ing. Michael Eckl (BMW Eisenach), Mathias Hasecke (HaBeck), Andreas Krey (LEG Thüringen), Johann Sedlmayer (SEDLMAYER), Volker Höhnisch (TÜV Thüringen) und dem Manager des Netzwerks, Rechtsanwalt Michael M. Lison.

 

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Die Zulieferindustrie wird sich auf ganz andere Produkte einstellen müssen bei der evtl. kommenden Elektromobilisierung. Ich glaube aber nicht an das E.-Auto. Der benötigte Strom reicht nie aus Regenerativen Mitteln, bleibt der größte Teil also bei Kraftwerken. Aber da ist noch der Winter, da wird eine Fahrt über Oberhof in einem geheizten Auto sehr interessant werden. Selbst eine Batterie an sich ist nicht Umweltfreundlich. Die Zulieferer könnten sich auf den bau von Oberleitungen spezialisieren, da wird ein jeder Akku so gut wie Überflüssig und Ladestationen bräuchte kein Mensch. Neuerlich kommt aber mehr und mehr das Wasserstoffauto ins Gespräch, bei Automatisierten Fahrzeugen ( Selbstfahrer) kein Thema mehr. Damit dies Kostengünstig wird müssen alle Teile Vollautomatisch hergestellt werden – Vollautomatisierte Produktion – auch darauf muss sich Thüringen einstellen. All dies geben große Automobilhersteller schon über 5 Jahre von sich. Der einzig wunde Nerv bei der Sache, wer kauft vollautomatisch hergestellte Produkte wenn sie nicht mehr in die Produktion integriert sind. 82 Mio. Schuhputzer braucht denke ich kein Mensch und 82 Mio. Beamte auch nicht. Bleibt nur das verlosen von Restarbeitsplätzen. Es wird wie auch immer spannend im Land.

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