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Ökologie und Ökonomie müssen in Einklang gebracht werden

Der Regionalverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der Wartburgregion zeigen Respekt vor dem Arbeitskampf der Kalikumpel der Werraregion.

Die Menschenkette zeigt aus unserer Sicht, dass die Menschen der Region ernsthaft gewillt sind, für Ihre Arbeitsplätze und ihre Existenz zu kämpfen und Zeichen zu setzen. Es ist aber auch nötig, dass die Kalikumpel ihren Blick auf ihren Arbeitgeber und dessen Verantwortung richten, äußert der Sprecher Andreas Hundertmark. Kali + Salz trägt als einer der weltweit größten Produzentenebenfalls eine zentrale Verantwortung für die Arbeitsplätze in der Region. Die heutige Situation in der Kaliregion war lange Zeit vorhersehbar: ein knapp 70 Jahre alter Grenzwert, eine verschärfte Konkurrenzsituation auf dem Weltmarkt, die ernstzunehmende Umsetzung des Verursacherprinzips im Umweltbereich, all das hätte eigentlich eines bedeuten müssen, dass K+S bereits frühzeitig ernsthaft nach technischen Alternativen zur jetzigen Entsorgung der Kalilauge hätte suchen müssen.

Wir hoffen, dass die derzeitige Situation auch beim Arbeitgeber K+S zur Erkenntnis führt, dass ein ‚weiter-so‘ nicht mehr möglich ist und mit den Anrainerländern nach neuen nachhaltigen Lösungen gesucht werden muss. Das würde zeigen, dass K+S seiner Verantwortung als der größte Arbeitgeber in der Region nachkommt. Dieses wäre im Interesse der Menschen, der Region und der Umwelt.

Andrea T. | | Quelle:

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  • vigilando ascendimus

    „Ökologie und Ökonomie müssen in Einklang gebracht werden“. (Grüne EA/WAK 17.09.2016)

    Diese Phrase habe ich doch vor kurzem schon einmal gelesen.

    „Ökonomische und ökologische Fragen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen in Einklang gebracht werden.“ (Bodo Ramelow – Thüringer Allgemeine 05.09.2016)

    Heißt der rot-rot-grüne „Kuschel“-Kurs jetzt auch bei den Grünen „dass die Behörden flexible Regelungen [zur Laugenversenkung und Salzeinleitungen] zulassen und Produktion nicht zusätzlich gedrosselt werden muss“ wie es im Aufruf zu Menschenkette hieß?

    Wie soll es den nun konkret nach den Vorstellungen der hiesigen Grünen künftig mit der Laugenversenkung und der Werraversalzung laufen?

    • Gisela Rexrodt

      2014 waren Landtagswahlen. Seither ist es vorbei mit Bootsturen auf der Werra,Demonstrationen,Radtouren und Podiumsdiskussionen und nicht nur in dieser Angelegenheit. Wer die Wahlprogramme aller drei Regierungsparteien liest und auch das Koalitionspapier wird ernüchtert, falls er daran glaubte.Finanzausstattung der Kommunen hatte oberste Priorität. Keine neuen Gesetze bisher dazu, alles wie gehabt.

      • Felix Berg

        Man kann auch einfach offen legen das zu viele Firmen fehlen um Arbeitskräfte aufzufangen die aus ökologischer Sicht nicht mehr vertretbar sind. Es werden zwar gerade wieder Zahlen bejubelt, sie täuschen aber nicht darüber hinweg das Thüringen bei der pro Kopf Bruttoerwirtschaftung auf dem vorletzten Platz in D liegt. Die Weichen dies zu erreichen wurden 1990 gestellt. Die Demonstranten für K&S würden auch in einen Trinkwasserbrunnen pinkeln um jeden Monat Geld auf dem Konto zu haben. Eine frühere Alternative, das ALG2, wurde unter Schröder vernichtet. Wie schön das ist davon können die einstigen Schleckerfrauen berichten. RRG ist nicht zu beneiden, denn einen Handlungsspielraum gibt es so gut wie nicht dank der Vorgänger.

        • Gast

          Thüringen liegt beim BIP nicht auf dem vorletzten, sondern auf dem drittletzten Platz. Die „Weichen hierfür“ wurden VOR 1990 „gestellt“. Ihre Argumentation wird übrigens recht holprig, wenn Sie auch berücksichtigen, dass K&S auch in Hessen ansässig ist, dessen BIP zu den höchsten im Bundesvergleich gehört. Mit Ihnen (?) hoffe ich, dass Wirtschaft und Gesellschaft für die Kalikumpel mehr als nur „H4“ bereithalten werden, wenn die Produktion einmal eingestellt werden wird. Man könnte bereits jetzt damit beginnen, einen Strukturwandel einzuleiten, ein „Marshall-Plan“ für die Region, der für Aufschwung sorgt.

        • Gast

          Ein Bestandteil eines solchen Plans – der könnte Ihnen gefallen – könnte übrigens eine deutliche Verbesserung des ÖPNV für die Region sein, damit die Menschen mit der Bahn Richtung Fulda, Frankfurt, Erfurt und Jena zur Arbeit pendeln können.

  • Landkreisbewohner

    Die Politische Front gegen Laugenverpressung, Grundwasserversuchung und Gewässerverschmutzung bröckelt. Nachdem erst die Linken sich jahrelang als Ökopartei gegen die Werra- und Grundwasserversalzung aufgetreten sind (die Abgeordneten Kuschel und Kummer vorneweg) und dann in Gestalt von Müller und Ramelow für die Fortsetzung des Raubbaus an der Umwelt demonstrierten, relativieren nun auch die Grünen.

    Gerstungens viel zu früh verstorbener Ex-Bürgermeister Hartung, der schmerzlich vermisste Vorkämpfer gegen den Frevel an der Umwelt im Werratal, rotiert vermutlich im Grab angesichts dieses populisitischen Geschacheres unserer „Regierungs“parteien.

  • Gast

    Ich bin beeindruckt von dieser ausgewogenen, vermittelnden und zukunftsorientierten Sichtweise! (auch wenn vigilando schon wieder meckert ;)

    • werrafisch

      Allein an den real verwirklichten Taten (zum Thema) möge man Sie messen. Und schon fangen die ersten Schönredner an und fragen sich, was machender nun. Also los gehts, Taten, Taten, Taten.

  • werrafisch

    „Wie soll es den nun konkret nach den Vorstellungen der hiesigen Grünen künftig mit der Laugenversenkung und der Werraversalzung laufen?“

    Wo bleiben die Wortmeldungen der Parteien?

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