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Orangefarbene Plakette kann teuer werden Fahrzeuge mit blauer Plakette
müssen dieses Jahr zur Hauptuntersuchung

Wer sich überflüssigen Ärger, Rennerei und Zusatzkosten sparen möchte, sollte sein Fahrzeug fristgemäß zur Hauptuntersuchung (HU) vorstellen. «Für Fahrzeuge mit einer abgelaufenen Prüfplakette kann durch Ordnungsämter oder Polizei bereits am ersten Tag der Überziehung eine Frist zur Zwangsvorstellung verhängt werden», gibt Torsten Hesse vom TÜV Thüringen zu bedenken. Dadurch hat der Fahrzeughalter zusätzliche und unnötige Laufereien, um den Mangel abzumelden. Allerhöchste Eisenbahn ist es jetzt für Autos mit orangefarbener Prüfplakette, darüber hinaus müssen in diesem Jahr Autos mit einer blauen Plakette am Nummernschild zur Hauptuntersuchung.

Die Gültigkeit der HU-Plakette können Fahrzeughalter im Übrigen am hinteren Kennzeichen ablesen. Die auf der Plakette in 12-Uhr-Stellung angezeigte Zahl gibt den Monat, die zweistellige Zahl im inneren Kreis das Ablaufjahr an. Auch ein Blick in die Fahrzeugzulassung gibt Auskunft über den Termin zur nächsten Hauptuntersuchung.

Für Fahrzeuge, deren HU-Termin bereits seit mehr als zwei Monaten abgelaufen ist, sieht der derzeitige Bußgeldkatalog eine Ordnungsstrafe von mindestens 15 Euro vor. «Neben dem drohenden Bußgeld kommt auf die über zwei Monate überfälligen Fahrzeuge bei der HU ein umfangreicherer Prüfumfang zu. Das bedeutet für den Halter Zusatzkosten von 20 Prozent», so Hesse. «Des Weiteren könnte die Versicherung im Falle eines Unfalls eine Verletzung der Sorgfaltspflicht des Halters unterstellen, sollte es sich beispielsweise nachträglich herausstellen, dass das Fahrzeug womöglich mängelbehaftet war», erläutert der Fahrzeugexperte. Halter wie Fahrer von Autos, deren HU mehr als acht Monate überzogen ist, kassieren nach dem derzeit gültigen Bußgeldkatalog zwei Punkte in Flensburg und zusätzlich 40 Euro Geldbuße.

Nach Hesses Erfahrung lassen gerade Halter, deren Fahrzeuge mängelbehaftet sind, ihren HU-Termin verstreichen. «Aus Angst, die Hauptuntersuchung nicht zu bestehen und keine Prüfplakette zu bekommen, glauben einige Autofahrer, die Zeit heilt alle Wunden.» Hesse appelliert hingegen daran, dem Fahrzeug eine regelmäßige Wartung und Pflege angedeihen zu lassen. «Wer hier spart, spart am falschen Ende. Ein auf die lange Bank geschobener HU-Termin bringt letztlich nichts. Im Zweifel kommen dann geballte Kosten für ein unsicheres Fahrzeug durch die vernachlässigte Wartung auf den Halter zu», erklärt Hesse.

Rainer Beichler | | Quelle:

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